Finale dahoam

„Finale dahoam“ soll Klassenerhalt bringen

Vor dem Anwurf des letzten Auswärtsspiels in Freiburg am vergangenen Samstag hatten die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg durch die knappe 19:21-Heimniederlage Brombachs gegen Gröbenzell zwar den Relegationsrang sicher in der Tasche, aber auch den definitiv rettenden Platz neun an den TSV Birkenau (31:20-Heimsieg über Kandel) verloren.

Vielleicht war das die nötige Motivationsspritze, denn die „Eisenbahnerinnen“ spielten wie aufgezogen und siegten mit 28:21 bei der favorisierten HSG Freiburg. Dadurch hat sich die Tabellensituation deutlich verbessert, denn der ESV holte sich Rang neun zurück und hat vor dem finalen Spieltag nun wieder einen Punkt Vorsprung auf Birkenau.

Der TSV muss am 22. und letzten Spieltag beim Spitzenteam in Möglingen antreten, während Regensburg in eigener Halle auf die – vorbehaltlich weiterer Mannschaftsrückzüge – nun definitiv abgestiegenen Brombacherinnen trifft. Doch die genau diese Konstellation birgt auch Gefahren. ESV-Trainerin Judith Pimpl: „Ich traue Möglingen nicht hundertprozentig.

Die können nicht mehr aufsteigen und Birkenau wird alles reinwerfen.“ In jedem Fall haben die Regensburgerinnen den Klassenerhalt mit einem Heimsieg aber selbst in der Hand. Die Bilanz an der Dechbettener Brücke ist in dieser Spielzeit zwar alles andere als berauschend, aber das würde bei einem Sieg niemanden mehr interessieren. Die Mannschaft kann sich die Relegation selbst ersparen und sich zugleich für die Hinspielniederlage in Brombach revanchieren.

Damals erspielten sich die Oberpfälzerinnen jede Menge „Hundertprozentige“, konnten aber nur einen Bruchteil verwerten. „Wenn sich die Torhüterin damals hingelegt hätte, hätten wir sie auch noch angeworfen“, erinnert sich die ESV-Übungsleiterin mit Schrecken an das Fehwurffestival im ersten Vergleich zurück. Der TV traf beim 25:21 damals viermal öfter und hatte in Ana Bojic die überragende Akteurin.

Die technisch sehr versierte Kroatin war mit neun Treffern auch vor Wochenfrist gegen Gröbenzell die dominierende Spielerin. Ihr muss das Hauptaugenmerk der Deckung gelten. Ansonsten sollte der Fokus auf die eigenen Stärken gerichtet werden. Dass die Mannschaft es kann, hat sie gegen Freiburg eindrucksvoll bewiesen.

Und auch wenn alle Spielerinnen, Verantwortliche und die treuen Zuschauer ein weiteres Drittligajahr verdient hätten, wäre es Judith Pimpl und ihrer Partnerin Martina Werner besonders zu gönnen. Die Erfolgstrainerin hatte „ihren“ ESV vergangene Saison in eigentlich aussichtsloser Situation übernommen und am letzten Spieltag sogar noch den direkten Klassenerhalt geschafft.

Genau das soll am Samstag zur ungewohnten Anwurfzeit um 17 Uhr wieder passieren, damit Pimpl nach dem „Finale dahoam“ das Team an ihre Nachfolger Stefan von Frankenberg und Ingo Gömmel, die nur im Falles des Ligaverbleibs zugesagt haben, übergeben kann.

Die Zuschauer können für den würdigen Rahmen sorgen und sollten mit positiver Unterstützung zum Gelingen der Mission „Klassenerhalt“ beitragen.

 

Translate »
%d Bloggern gefällt das: