ESV Regensburg II verliert erstes Heimspiel nach aufopferungsvollen Kampf

mit 22:24 (12:9) gegen die HSG Fichtelgebirge

Nach einem eher durchwachsenen Beginn mit vielen technischen Fehlern und mehreren vergebenen Großchancen bekamen die Eisenbahnerinnen ihre Gegner von der HSG Fichtelgebirge so nach zehn Spielminuten der ersten Halbzeit immer besser in den Griff. Endlich wurde in der Deckung beherzt zugelangt und gut verschoben. Daran hatten vor allem Lisa Haberkorn im Deckungszentrum und Sophia Rektorschick auf der vorgezogenen Position der 5:1 Deckung großen Anteil. Immer wieder konnten die Gäste bereits im Spielaufbau erfolgreich gestört werden oder rannten sich wieder und wieder im Regensburger Deckungsverbund fest.

So wurde aus dem 3:6 Rückstand dank eines 8:0 Laufes ein beruhigender 11:6 Vorsprung. In dieser Phase gelangen dem ESV sehenswerte Treffer aus dem Rückraum durch Andrea Vlachowa und Julia Sommerer oder nach herrlichen Kreisanspielen. Dies veranlasste Gästetrainer Markus Depold sein Team-Timeout in Anspruch zu nehmen. Mit veränderter Deckung, Umstellung auf von einer defensiven 6:0 auf eine offensive 5:1, wobei die vorgezogene Spielerin die Regensburger Rückraummitte Spielerin praktisch in Manndeckung nahm. Diese Maßnahme zeigte sofort Wirkung und beeinflusste den Tatendrang der Regensburgerinnen in der Folgezeit maßgeblich.

Der Vorsprung schmolz bis zur Pause auf 3 Tore (Halbzeitstand 12:9) zusammen. In der Halbzeitpause versuchten das Trainerduo Croitoru/Sommerer ihre Mannschaft neu auf die Deckungsvariante der HSG einzustellen. Dabei wurde etliche Szenarien angesprochen, um sich der Manndeckung zu entziehen. Doch zunächst änderte sich nichts an der Regensburger Verunsicherung und die HSG Fichtelgebirge nutzte diese Phase um das Spiel wieder zu ihren Gunsten zu drehen. Mitte der 2. Halbzeit waren sie den Regensburgerinnen bis auf 15:19 enteilt.

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Dies lag aber nicht nur an der neuen Deckungsvariante sondern auch an einer Vielzahl von vergebenen Chancen und schlecht vorbreiteten Würfen auf Regensburger Seite. Doch noch gab sich die Bundesligareserve des ESV Regensburg nicht geschlagen. Mit enormen Kampfgeist und Einsatzwillen kämpfte man sich wieder an die Gäste heran. Bis auf ein Tor, Spielstand 18:19 und 19:20 konnte der Vorsprung der HSG eingedampft werden. Doch zum vielleicht entscheidenden Unentschieden um die Partie erneut zu ihren Gunsten drehen zu können, kam es in dieser entscheidenden Phase des Spiels leider nicht. So landeten einige Regensburger Würfe an Posten und Latte oder verfehlten ihr Ziel im Haaresbreite.

Die HSG Fichtelgebirge hingegen spielte ihre Chancen routiniert heraus und verwertete diese gnadenlos. Schlussendlich stand nach dem Abpfiff ein 22:24 zu Buche, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte.

Fazit:

Wir können unserer Mannschaft heute keinen Vorwurf machen was den Einsatz und den Willen betrifft. Sie haben alles in die Waagschale geworfen und bis zur letzten Sekunde gefightet. Leider haben wir aufgrund unseres niedrigen Durchschnittalters noch nicht die notwendige Erfahrung wie die unseres Gegners, wie man solche Spiele nach Hause schaukelt. Die HSG Fichtelgebirge war heute sicherlich nicht die bessere sondern die erfahrenere Mannschaft. Wir haben uns gegenüber dem Spiel beim ASV Dachau um 100% gesteigert. Wir haben größtenteils sehr ruhig und geordnet gespielt und uns unsere Torchancen mit viel Geduld erarbeitet. Einzig und alleine die Chancenauswertung muss noch besser werden und wir dürfen uns nicht so viele unvorbereitete Würfe nehmen, die den gegnerischen Torhüter über sich hinaus wachsen lässt und seine Mannschaft wieder Spiel zurück bringt.

Kommende Woche müssen wir zum Aufsteiger aus Ottobeuren, der bis dato einen unserer Meinung nach sehr guten Start hingelegt hat. Einem haushohen Sieg im Heimspiel gegen Winkelhaid folgte eine knappe Niederlage gegen den ASV Dachau. Wir werden uns in den verbleibenden Trainingseinheiten intensiv auf diese Aufgabe vorbereiten. Mal schaun, was dann nächstes Wochenende dabei für uns rüber kommt.

Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder und Alina Hecht (beide Tor), Lisa Haberkorn (3), Nina Peter (1), Kerstin Wyrwoll, Julia Sommerer (3/1), Sophia Rektorschick (6), Vasold Lisa-Marie (6), Patricia Tillack (3), Lisa-Marie Vasold (1), Mariella Bertuccini (2) und Andrea Vlachowa (3)

Pos.MannschaftPkt++/--T(+/-)T+T-
11470042231189
2ESV 1927 (D2)8321-39699
36300177659
44201149682
5420086254
6VfL Günzburg2100203818
7TV Marktsteft 2100143319
8TG Landshut2100133522
9ESV 1927 (m-A)2100102919
10JHG Städtedreieck/Schwandorf210010177
11210073124
12ESV 1927 (Herren2)210062620
13210062822
14HSG Pleichach210042723
15FC Burlafingen210022321
16210021715
17ESV 1927 (m-B)210012928

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