ESV Regensburg II geht in Dachau mit 30:13 (16:7) unter

ESV Regensburg II geht in Dachau mit 30:13 (16:7) trotz großen Kampfgeistes regelrecht unter

Dass die neue Saison nach den vielen personellen Abgängen nicht leicht werden würde, war den Verantwortlichen beim ESV 27 Regensburg durchaus klar, aber dass der Kader vor dem ersten Spiel gegen den Titelmitfavoriten aus Dachau auf ein Minimum zusammenschrumpfen würde , mit dem hatte wirklich niemand gerechnet.

Neben den bekannten Abgängen Simona Roubinkova, Caroline Reitinger (beide Karriereende), Lucie Havlova (HC Pilsen), Veronika Drexler, Lisa Brand (beide Lehramtstelle im Münchner Süden), Carina Sölch (SG Mintraching/Neutraubling) mussten auch noch Nina Peter (privat verhindert), Mariella Bertuccini (A-Jugend Bundesliga), Corinna Kurz, Dorothee Mooser und Andrea Bernardova alle langzeitverletzt, ersetzt werden.

So reisten die Bundesligareserve des ESV 27 Regensburg lediglich mit einer Rumpftruppe mit dem Ziel Schadensbegrenzung in die Münchner Vorstadt. Vorgenommen hatte man sich lange Angriffe mit vielen Positionswechseln vor dem Deckungsverbund der Stadtwäldler zu spielen um die eigenen Kräfte zu schonen. Doch dieses Vorhaben wurde vom ASV Dachau von Beginn an, mit der bekannten Aggressivität  im Deckungsverbund zunichte gemacht. Praktisch in jedem Angriff liefen sich die Regensburger in der Deckung fest oder wurden zu ungenauen Passspiel gezwungen. Diese leichten Ballgewinne nutzte Dachau in der üblichen Art und Weise, nämlich mittels Tempogegenstoß oder zweiter Welle.

So wuchs der Vorsprung binnen weniger Minuten von 2:1 auf 10:1 für Dachau an. Die Nervosität der Regensburger Spielerinnen, die in dieser Zusammensetzung zum ersten Mal miteinander spielen mussten, war deutlich spürbar. So sah sich Trainer Paul Sommerer bereits nach 8 Spielminuten genötigt sein Team-Timeout zu nehmen um die Mannschaft zu beruhigen. Dies zeigte Wirkung, jetzt endlich fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten in der Folge der 1. Halbzeit den Abstand zu Dachau konstant halten. Dabei war die phänomenale Leistung von Andrea Poschenrieder im Tor ein wichtiger Baustein. Neben vier 7m-Strafwürfen wehrte sie, bis zu ihrer Auswechslung nach einem frontalen Kopftreffer Anfang der 2. Halbzeit auch noch mehrere Würfe frei vor dem Tor ab und hielt ihr Team somit weiter im Spiel. Beim Stand von 16:7 für Dachau wurden die Seiten gewechselt.

Die Tatsache, dass auf Regensburger Seite bereits drei Spielerinnen von den Schiedsrichtern im ersten Abschnitt mit zweimal 2-Strafminuten bedacht wurden, machte sich im zweiten Abschnitt zusätzlich negativ bemerkbar. So musste man im Regensburger Lager damit rechnen, dass man höchstwahrscheinlich ohne Auswechselspielerin oder sogar in Unterzahl die Partie zu Ende spielen musste. In der 38 Spielminute war es dann auch soweit, Julia Sommerer musste nach der dritten Zeitstrafe das Feld vorzeitig verlassen.

Jetzt der letzten Wechselmöglichkeit beraubt, musste man dem hohen Tempo der Gastgeberinnen Tribut zollen. Der Vorsprung des ASV wuchs kontinuierlich bis auf 27:10 an. Doch auch jetzt gab man sich im Regensburger Lager nicht einfach seinem Schicksal hin. Die Mannschaft kämpfte und fightete weiter um jeden Ball, wohlwissend dass man hier schon von Anfang an auf verlorenem Posten stand. So endete diese Begegnung mit ungleichen Vorzeichen mit 30:13 für den ASV Dachau.

Fazit: 

Heute hat mich der Teamgeist und Einsatzwille meiner Mannschaft sehr positiv überrascht. Trotz des aussichtslosen Rückstandes haben sie weiter gekämpft und gefightet. Darauf müssen wir aufbauen, auf unseren Teamspirit.

Dass wir hier heute keine Punkte holen werden, war uns allen bereits vor dem Spiel klar. Unsere jungen Spielerinnen müssen zuerst einmal in ihre neue Aufgabe hineinwachsen. Was noch dazu kommt, ist die Tatsache, dass wir aufgrund der vielen Verletzten sowohl bei den Damen 1, als auch bei den Damen 2 in dieser Konstellation noch nie vorher zusammengespielt haben. Bis zu unserem ersten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die HSG Fichtelgebirge, bleibt noch viel zu tun. Trotzdem denke ich werden wir zuhause anders auftreten als in der Fremde. Wenn wir es schaffen in der Abwehr kompakter zu stehen und weniger Fehler im Spielaufbau zu machen, haben wir durchaus die Chance die Punkte in Regensburg zu behalten.

Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder und Susanne Große (beide Tor), Kerstin Wyrwoll (1), Sophia Rektordschick (3), Julia Sommerer (1), Vasold Lisa-Marie (6), Sefanie Wörl, Patricia Tillack und Lisa Haberkorn (2)

ESV 27 Regensbg. II vs. SG DJK Rimpar

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