ESV II greift mit neuem Trainer an

Daniel Kessler löst bei den Landesliga-Damen des ESV 1927 Regensburg Paul Sommerer als Übungsleiter ab

Binnen fünf Jahren deren vier gnadenloser Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag: Als Unterbau der Drittliga-Frauen hatte die „Zweite“ des ESV 1927 Regensburg ein hartes Brot zu beißen. Im Mai 2013 gelang unter Dieter Müller, Abteilungsleiter und Coach in Personalunion, der Reserve als Landesliga-Zweiter per Relegation (15:19 und 26:20 gegen Freising) der Aufstieg in die Bayernliga. Müller übergab den Stab an Andrea Croitoru.

2013/14 reichten dem Neuling 21:31 Punkte und Rang zwölf zum Verbleib in der neuen Klasse, weil aus der 3. Liga kein Team abstieg. Ab dem Sommer 2014 bildete Croitoru mit Hana Kutakova ein leider glückloses Duo auf der Bank. Neun Spiele, neun Pleiten: Paul Sommerer löste in prekärer Lage die beiden ab. Mit dem heute 54-Jährigen reichten sogar übersichtliche 13:35 Zähler als Elfter für die Rettung. Als Dreizehnter und somit als Vorletzter, mit 11:41 Punkten ging es dann am Ende der 15/16 aber doch wieder runter in die Landesliga.

Mit „kein Beinbruch“ urteilte damals Übungsleiter Sommerer. „Die vielen Niederlagen seit zwei Jahren gehen auf die Moral“, fügte er an. Für eine junge Mannschaft sei es schwierig, das zu verarbeiten: „Du hast jedes Wochenende den Abstiegsdruck wegzustecken.“ In der Landesliga-Saison 16/17 sprang ein fünfter Platz (28:24) für den ESV heraus.

Heuer im Frühjahr brachten 24:28 Zähler in letzter Sekunde den Klassenerhalt. Das brachte Abteilungsleiter Müller ins Grübeln: „Mit Mühe und Not haben wir die Klasse gehalten, und das auch nur mit Unterstützung aus der Ersten.“

Jetzt sitzt Daniel Kessler, zuvor langjähriger Coach von Männer-Bezirksoberligist HSG Nabburg/Schwarzenfeld auf der Bank der Eisenbahnerinnen. „Wir haben einen Trainerwechsel vorgenommen, damit die eingefahrenen Gleise aufgebrochen werden“, begründet Müller die Verpflichtung, und „dass die jungen Spielerinnen wieder mehr Interesse am Handball zeigen“.

Der 63-Jährige ergänzt: „Davon versprechen wir uns sehr viel. Dass Daniel die Einzelnen mehr motiviert und weiterbringt.“ Mit einem guten Training müsse die Landesliga auch ohne Zutun aus der Ersten zu halten sein.
Die Saison 2018/19 startet für die Zweite des ESV am 15. September. Zum Auftakt müssen die Blau-Schwarzen bei Neuling Post SV Nürnberg auflaufen.

Eine Woche später gastiert dann der Bayernliga-Absteiger SC Schwabach in der Domstadt. Lokalrivale SV Obertraubling beginnt indes mit einem Heimspiel gegen MHV Schweinfurt. Danach fährt die Mannschaft der früheren ESV-Trainerin Judith Pimpl zum Oberpfalzderby nach Sulzbach.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung von Gerd Winkler (Foto: MZ-Archiv)