ESV I gelingt Befreiungsschlag

29:22 gegen Kandel

Sport ist nicht immer zu erklären und manchmal ist eine Wettkampfpause genau das Richtige, um wieder in die Spur zu finden. Die Drittliga-Damen des ESV 1927 Regensburg nutzten die dreiwöchige Länderspielpause, um nach den Negativerlebnissen der vergangenen Wochen den Kopf frei zu bekommen.

Am Dienstag wurde das Training in das Boxfit erlagert, das in der Vorwoche bereits die deutschen U20-Nationalspielerinnen zu Gast hatte. Trainer Sascha Kuntsch (Vielen Dank, Sascha!) sorgte mit einer abwechslungsreichen Einheit für jede Menge Schweißperlen und noch mehr gute Laune.

Die positive Stimmung nahm das Team von Trainerin Judith Pimpl mit in das Abschlusstraining – und auch in das enorm wichtige Heimspiel gegen den Tabellensiebten Kandel.

Der Aufsteiger aus Rheinland-Pfalz spielt eine beeindruckende Saison und kam mit der Empfehlung von fünf Siegen aus sieben Spielen im Jahr 2017 in die Domstadt gereist. Im Gegensatz dazu hatten die Oberpfälzerinnen am 19. November ihr letztes Spiel (ein 27:26-Heimerfolg über Birkenau) gewinnen können und standen enorm unter Druck: Eine weitere Heimniederlage hätte die Ausgangslage noch prekärer werden lassen.

Der ESV startete mit viel Elan: U19-Nationalspielerin Franzi Peter strotzte nach der souverän erreichten EM-Qualifikation in ihrer Heimatstadt und der Nominierung für den Lehrgang des A-Nationalteams am kommenden Tag nur so vor Elan.

Die Linkshänderin war am Ende mit neun Treffern die beste Werferin des Spiels. Auch Linksaußen Sophia Rektorschik hatte einen super Tag erwischt und erzielte bis zum 5:2-Zwischenstand drei ihrer insgesamt fünf Tore. Diesen Vorsprung verteidigten die “Eisenbahnerinnen” bis zum 16:13-Pausennstand, da die jeweils extra ingewechselte Torhüterin Ines Flesch drei (!)Strafwürfe Kandels parieren konnte.

Nach Wiederanpfiff erwischte der ESV eine ganz starke Phase: Vier Tore in Serie zwangen Kandels Trainer Nils Brandt zu einer frühen Auszeit nach etwas über fünf abbsolvierten Minuten in Durchgang zwei. An den Kräfteverhältnissen sollte dies jedoch nichts ändern.

Der Tabellenneunte Regensburg war an diesem Sonntagnachmittag die deutlich bessere Mannschaft und konnte den Vorsprung im weiteren Verlauf sogar noch etwas aufbauen. Großen Anteil daran hatte Laura Ehlis: Die Rückraumspielerin stellte sich trotz großer Schulterprobleme in den Dienst der Mannschaft und zeigte eine genauso so bärenstarke wie beeindruckende Leistung.

Die 23-Jährige musste ihren Nichtwurfarm zum Passen nutzen, erzielte sogar einen Treffer und leitete den Spielaufbau im Verbund mit Natascha Weber gekonnt. Kandel fand nicht die richtigen Mittel und musste sich am Ende klar mit 22:29 geschlagen geben.

Der ESV, der auf die verletzte britische Nationalspielerin Anna Fuhrmann hatte verzichten müssen, hatte eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt und mit den zwei Punkten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Erleichterung war groß und ESV-Trainerin Judith Pimpl richtig stolz auf ihr Team, das nach einem weiteren spielfreien Wochenende am 8. April das Spitzenteam aus Allensbach in der ESV-Halle empfängt.

 

Spielfilm: 3:2, 6:3, 7:6, 9:8, 13:9, 15:11, 16:13 – 20:14, 21:16, 24:17, 27:19, 29:22.

Strafwürfe: 4/3 – 6/3.

Strafminuten: 2 (16.) – 6 (38., 42., 51.).

Auszeiten:45., 57. – 11., 23., 36.

Tore ESV: F. Peter 9/1, Rektorschik 5, Baumgardten 4/2, Negrutiu-Chirila 3, Albescu, Haberkorn, Vlachova je 2, Ehlis, Bertuccini je 1 sowie Elze und Mooser.

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