ESV holt Punkt in Korb

Favorit am Rande der Niederlage

Fünf Heimspiele und eine makellose Bilanz wies der SC Korb vor dem Anpfiff des Duells mit dem ESV 1927 Regensburg am späten Samstagabend auf. Auf dem Papier eigentlich eine unlösbare für den ersatzgeschwächten Tabellenneunten aus der Oberpfalz. Doch Handballspiele werden bekanntlich auf dem Feld erschienen und da hatten die Regensburger in der Hinrunde mit Gröbenzell bereits einen weiteren Aufstiegskandidaten in die Schranken verwiesen.

Angesichts der schnellen 3:1-Führung der Gastgeberinnen schien dann erst alles den erwarteten Ausgang zu nehmen, doch die Regensburger Rumpftruppe hatte andere Pläne. Gestützt auf eine aggressive Deckung ließen die „Eisenbahnerinnen“ fortan nur noch wenig Gegentore zu.

„Korb hat die wahrscheinlich am schnellsten spielende Mannschaft der Liga, aber wir haben es geschafft, die erste und zweite Welle häufig zu unterbinden“, nannte ESV-Trainerin Judith Pimpl einen der Erfolgsfaktoren und lobte: „Das haben die Mädels super gemacht!“ Das Verhindern der Schnellangriffe funktionierte auch durch die hohe Trefferquote im Angriff.

„Wir habenphasenweise sehr gut abgeschlossen“, verteilte Pimpl weitere Komplimente an ihre mit nur 6 fitten Feldspielerinnen angetretenen Mannschaft. Das machte sich vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte bezahlt: Der SC wurde durch die starke Offensivleistung und Rückwärtsbewegung häufig in den Positionsangriff gezwungen. „Korb hat da wenig Mittel gehabt, wir haben die Räume gut zugestellt, da haben alle Spielerinnen mitgeholfen.“

Der Lohn der Mühe war eine Vier-Tore-Führung der Gäste (20:16). So zufrieden die ESV-Übungsleiterin mit ihrer Mannschaft war, so sehr haderte sie mit der Zeitstrafenverteilung der Unparteiischen. „Korb hat sehr aggressiv gespielt und nur zwei Hinausstellungen bekommen, wir dagegen fünf.“ Eine doppelte Unterzahl des ESV brachte die Gastgeberinnen dann auch wieder in Schlagdistanz.

Regensburg lag angeführt von Franziska Peter und Anna Fuhrmann bis kurz vor der Schlusssirene immer noch leicht in Front, musste aber doch noch den Ausgleichstreffer zum 28:28-Endstand hinnehmen. Judith Pimpl konnte deshalb nicht sagen, ob es ein gewonnener oder verlorener Punkt war.

„Vor dem Spiel hätte ich das Unentschieden sofort unterschrieben. Uns hat heute einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt, nach der unverdienten Niederlage gegen Bietigheim wäre diesmal ein Sieg gerecht gewesen.“

Unabhängig vom Spielverlauf war der Punktgewinn wichtig für die Moral und ein Zähler für den Klassenerhalt.

SC Korb – ESV 1927 Regensburg 28:28 (14:13).

Spielfilm: 3:1, 4:6, 5:9, 10:9, 12:11, 14:13 – 15:16, 16:20, 19:21, 21:23, 23:25, 25:26, 26:27, 27:28, 28:28.

Auszeiten: 10., 38., 60. – 16., 52., 56.

Strafwürfe: 6/6 – 4/4.

Strafminuten: 4 (22., 54.) – 10 (3., 12., 42., 43., 55.).

Tore ESV: F. Peter 10/4, Fuhrmann 6, Negrutiu-Chirila 4, Weber, Albescu je 3, Rektorschik 2.

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