ESV hat Klassenerhalt wieder selbst in der Hand

Bärenstarke Leistung beim 28:21 in Freiburg sichert vorläufig Nichtabstiegsplatz

Der ESV 1927 Regensburg und die HSG Freiburg sind Urgesteine der 3. Liga und die Duelle zwischen den langjährigen Kontrahenten immer etwas Besonderes.

Das war auch Anfang Dezember beim Hinspiel in der Oberpfalz der Fall, als eine rassige Partie mit einem leistungsgerechten 22:22-Unentschieden geendet hatte. Seit damals hatten sich die Formkurven der beiden Mannschaften aber unterschiedlich entwickelt: Freiburg hatte sich als Verfolger der Aufstiegskandidaten in der vorderen Tabellenhälfte eingenistet, die „Eisenbahnerinnen“ waren stets nur ganz knapp über den Abstiegsrängen notiert.

Die Auswärtsniederlage in Birkenau in Kombination mit dem nächsten Erfolg des TSV über Kandel am frühen Abend hatte den ESV massiv unter Zugzwang und vorübergehend auf den Relegationsrang gesetzt. Trainerin Judith Pimpl: „Die Ergebnisse aus Brombach (Das 19:21 gegen den Tabellenzweiten Gröbenzell bedeuteten wohl den direkten Wiederabstieg des Aufsteigers.) und Birkenau waren den Spielerinnen bekannt.

Wir mussten also auf Sieg spielen.“ Die Regensburgerinnen (31:20-Heimsieg über Kandel) fanden in der sehr ordentlich gefüllten Halle auch gut in die Partie und gingen nach einem Doppelschlag von Lavinia Albescu und Franzi Peter mit 2:1 in Führung. Bis zum 4:4 verlief die Begegnung ausgeglichen, doch dann vergab Freiburgs Nadine Czok die Führung vom Siebenmeterpunkt.

Der ESV nutzte die Chance und setzte sich nach gut einer Viertelstunde auf 8:5 ab. HSG-Trainer Ralf Wiggenhauser griff zur Auszeit, doch auch nach der Unterbrechung waren die Gäste das bessere Team.

Der Grundstein dafür wurde laut Pimpl in der Abwehr gelegt: „Wir haben sehr gut verschoben und leidenschaftlich füreinander gekämpft.“ Der Lohn waren vier weitere unbeantwortete Tore zum 12:5. Die eigentlich offensivstarken Breisgauerinnen blieben elf Minuten ohne eigenen Treffer und Regensburg lag zur Pause mit 14:9 in Front.

Nach dem Seitenwechsel war den Freiburgerinnen anzumerken, dass sie ihr Heimfinale unbedingt doch noch siegreich gestalten wollten. Die HSG verkürzte auf 12:15, „da ist es schon noch einmal eng geworden, da wir ein paar Hundertprozentige ausgelassen haben“, meinte Pimpl.

Ihr Team behielt aber in der Drucksituation die Nerven: Die linke Angriffsseite in Kombination mit der starken Kreisläuferin Lisa Haberkorn konnte die überragende Franzi Peter (12/3 Tore) so entlasten, dass Freiburg die Manndeckung gegen die Linkshänderin mangels Erfolg schnell wieder abbrach.

Durch die Torgefahr ihrer Nebenspielerinnen hatte dann auch die 18-jährige Juniorinnennationalspielerin wieder mehr Raum für ihre eigenen Aktionen. Der ESV konnte sich wieder auf 21:15 absetzen und auch die nächste Freiburger Auszeit nach knapp 44 Minuten brachte keine Wende.

Regensburg wollte an diesem Abend den Sieg mehr und sicherte sich nach einer bärenstarken Leistung einen auch in der Höhe verdienten 28:21-Erfolg. Trainerin Pimpl überglücklich: „Wir haben heute sehr gut Handball  gespielt und uns endlich einmal selbst belohnt.“

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Ines Flesch

Feld: Franziska Peter 12/3, Lisa Haberkorn 5, Lavinia Albescu 4, Sophia Rektorschik 2, Andrea Vlachova, Mirela Negrutiu-Chirila, Anna Furmann, Jasmin Ellwanger, Natascha Weber je 1 sowie Doro Mooser, Linda Baumgardten und Maxi Elze.

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