ESV-Handballerinnen überzeugen bei Jarolim-Gedenkturnier in Österreich

Traun/Regensburg. Am Samstag nahmen die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg am Walter-Jarolim-Gedenkturnier in Traun teil. Dort standen zwei Testspiele gegen höherklassige Gegner aus dem Nachbarland über die volle Spielzeit von 60 Minuten auf dem Programm. In der ersten Partie warteten die Gastgeberinnen des SK Keplinger Traun auf die „Eisenbahnerinnen“.

Die Gäste erwischten einen guten Start und führten schnell mit 3:0. Im Verlauf des ersten Durchgangs vergab der ESV aber zu viele Chancen und führte zur Pause knapp mit 14:13. Nach dem Seitenwechsel rührten die Gäste Beton in der Abwehr an und für den Zweitligaaufsteiger Traun gab es fortan kaum mehr ein Durchkommen. Der SK offenbarte in dem Kräftemessen der fünftgrößten Stadt Oberösterreichs mit der viertgrößten Stadt Bayerns nun konditionelle Defizite. Regensburg kam so zu vielen einfachen Treffern aus dem Gegenstoß.

In den letzten Minuten der Partie ließ die Konzentration merklich nach und der ESV beim 27:14-Erfolg viele Möglichkeiten aus. Zu viele für den Geschmack des Coaches: „So einen Durchhänger können wir uns nicht erlauben, das müssen wir seriöser über die Bühne bringen“, war Trainer Stefan von Frankenberg „etwas angesäuert“ über die Schlussphase eines ansonsten ordentlichen Spiels.

Im zweiten Spiel wartete dann mit dem ATV TDE Group Trofaiach ein dicker Brocken auf die Oberpfälzerinnen. Der ESV stand nach dem Ausfall von Anna Fuhrmann, die mit einer Knöchelblessur geschont werden musste, im zweiten Duell des Tages ohne Spielmacherin da, da Natascha Weber (Urlaub) nicht zu dem Turnier mitgereist war.

Der Vorjahresdritte der WHA, der österreichischen Bundesliga, nutzte die daraus resultierenden Abstimmungsschwierigkeiten. „Wir mussten uns da erst finden und sind dann schnell mit fünf Toren in Rückstand geraten“, so von Frankenberg. Im weiteren Verlauf der Partie hatten im Wechsel Laura Brockschmidt und Franzi Peter die ungewohnte Position aber gut im Griff und der ESV konnte nicht nur auf den 13:15-Pausenstand verkürzen, sondern nach 50 Minuten auch ausgleichen.

In der Schlussphase gingen Regensburg aber Puste und Zielwasser aus, während die frischen Trofaiacherinnen in ihrem ersten Turnierspiel das Level hoch halten konnten. „Wir hatten da auch ein wenig Wurfpech und der ATV hat das eiskalt ausgenutzt“, analysierte der ESV-Coach die Gründe für die knappe 24:27-Niederlage. Von Frankenberg wertete das Turnier insgesamt aber als „toll“ und „wichtigen Test“, der gezeigt hätte, woran es in den folgenden Einheiten und vor allem auch im anstehenden Trainingslager noch zu arbeiten gilt.

„Gegen schnelle Gegner steht unsere Abwehr sehr gut“, so von Frankenberg, „aber gegen körperlich überlegene Mannschaften wie Trofaiach, die ohne großartige Auslösehandlungen das Eins-gegen-eins suchen, haben wir defensiv noch unsere Probleme. Auch von der Entschlossenheit im Angriff können wir lernen, denn da könnten wir das ein oder andere Mal auch konsequenter selbst den Durchbruch suchen.“

Der ESV belegte beim Walter-Jarolim-Gedenkturnier 2017 den zweiten Platz, da Trofaiach auch gegen Traun (31:11) die Oberhand behielt.

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