ESV 1927 Regensburg II gewinnt das Stadtderby

Damen II vs.  Sportclub 22:20 (13:9)

Zu Beginn der Partie fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten sich aufgrund vieler Kreuzbewegungen im Rückraum immer wieder vielversprechende Torgelegenheiten erarbeiten, welche sie zumeist auch in solche ummünzen konnten. Die Gastgeber hingegen hatten einige Mühe mit der aggressiven und aufmerksamen Abwehr des ESV.

So gelang es den  Eisenbahnerinnen sich bis Mitte der 1. Halbzeit auf 10:5 absetzen. Doch die Antwort des Sportclub lies nicht lange auf sich warten. Trainer Ben Heiligtag ordnete in der 19. Spielminute eine kurze Deckung gegen Katja Goldbach an, was dem Aufbauspiel des ESV zumindest kurzzeitig etwas den Wind aus den Segeln nahm.

Die SG konnte in den folgenden Minuten den Vorsprung Tor um Tor verkürzen und beim Spielstand von 9:11 waren die Gastgeberinnen wieder auf Schlagdistanz. Doch die letzten beiden Tore in Halbzeit Eins waren dann wieder den Gästen vorbehalten und so wurde beim Spielstand von 9:13 für den ESV 27 die Seiten gewechselt.

Zu Beginn von Halbzeit gelang es den Gästen durch zwei schnelle Tore von Jasmin Ellwanger bei einem Gegentreffer der SG den Vorsprung auf fünf Tore anwachsen zu lassen. Doch durch zwei Zeitstrafen innerhalb von knapp 60 Sekunden, kam erneut Sand in das Getriebe des ESV.

Mit vier gegen sechs waren die Gäste nicht in der Lage die Lücken in der Abwehr zu schließen und die SG erspielte sich klare Torchancen, welche sie auch zu nutzen wussten. Die Gastgeberinnen witterten Morgenluft und kamen erneut besser ins Spiel. Beim Stand von 13:15 in der 37. Spielminute kassierte Katja Goldbach zum Entsetzen der ESV Offiziellen bei einer normalen Abwehraktion bei der sie ihre Gegenspielerin erfolgreich am Wurf hinderte die rote Karte.

Angetrieben von den zahlreichen Fans warf die SG jetzt alles in die Waagschale und konnte in der 40. Spielminute tatsächlich zum vielumjubelten 15:15 ausgleichen. Doch in dieser spielentscheidenden Phase machte sich die Erfahrung des ESV, die man sich in den vergangenen Bayernliga-Jahren erworben hatte, deutlich bemerkbar.

Trotz kurzer Deckung gegen Jasmin Ellwanger und des ausgeglichenen Spielstand verfielen die Gäste nicht in Hektik, sondern spielten weiterhin druckvollen, schnellen Handball. Dank zweier Treffer von Julia Sommerer und jeweils einem weiteren von Andrea Vlachova und Jasmin Ellwanger konnten die Gäste sechs Minuten vor Ende der Begegnung wieder auf vier Tore davonziehen.

Jetzt war das Spiel endgültig zu Gunsten des ESV 27 entschieden. Zwar kam die SG noch einmal auf zwei Tore heran, aber dies änderte nichts mehr am viel umjubelten 22:20 Erfolg des ESV 1927 Regensburg.

Fazit:

Das war heute wirklich ein Spiel das den Namen Derby verdient hat. Beide Mannschaften haben alles in die Waagschale geworfen, um die Begegnung für sich zu entscheiden. Schlussendlich hat die geschlossenere Mannschaftsleistung und die größere Erfahrung unserer Spielerinnen den Ausschlag gegeben.

Die rote Karte gegen Katja Goldbach war meiner Meinung nach absolut unberechtigt. Wir haben uns, Gott sei Dank, relativ schnell von diesem Schock erholt und zu unserem Spiel zurück gefunden. Kompliment an die ganze Mannschaft die stets an sich geglaubt hat. Auch unsere beiden Torhüterinnen haben heute entscheidend zum Sieg beigetragen.

Jetzt gilt es sich akribisch auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Am 11.03.17 kommt mit der SG Schwabach/Roth der aktuelle Tabellenführer zu uns nach Regensburg. Nach der unerwartet hohen Auswärtsniederlage im Hinspiel haben wir doch einiges gut zu machen. Und das Schwabach/Roth durchaus zu schlagen ist, haben die beiden Niederlagen zuhause gegen die HSG Pleichach und eine Woche später auswärts gegen den HC Sulzbach/Rosenberg eindeutig bewiesen.

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (1), Kerstin Wyrwoll (1), Julia Sommerer (6/4), Katja Goldbach, Conny Tillack, Patricia Tillack, Lea Kunz (2), Andrea Vlachova (3), Stefanie Wörl, Barbara Hagl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (9)

Wunderschöne Bilder zum Spiel von Stefan Müller

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