Es reicht noch nicht ganz

ESV-Handballerinnen zeigen sich bei 25:32-Niederlage gegen Waiblingen aber stark verbessert

Von Robert Torunsky

Nach der 20:45-Klatsche in Allensbach vor Wochenfrist hatte der neue ESV-Trainer Udo Hermannstädter nur wenig Zeit, sein Team wieder aufzurichten. Mit dem VfL Waiblingen wartete zur Heimspielpremiere in der Drittliga-Saison 2015/2016 dann ausgerechnet noch ein weiterer Gegner, der zum Kreis der Titelanwärter gezählt wird. Erschwerend hinzu kam, dass Hermannstädter auf einige Leistungsträgerinnen im ohnehin dünn besetzten Kader verzichten musste.

12030553_1051480578196793_8945868137527300873_oDer Auftakt verlief vielversprechend: Erstmalig mit Nikola Kubesova auf der Spielmacherposition, zeigte die „Eisenbahnerinnen“ gefälliges Positionsspiel. Dem Neuzugang gelang in der vierten Minute auch gleich ihr erstes Saisontor und die 25-Jährige zeugte sofort, dass sie eine große Verstärkung ist. Während es im Angriff schon sehr ordentlich lief – bei einigen Holztreffern fehlte das nötige Glück – hatte das neuformierte ESV-Team in der Deckung erhebliche Probleme.

Waiblingen knackte die Regensburger Hintermannschaft häufig über den rechten Flügel: VfL-Linkshänderin Mara Seitzer nutzte die großen Freiräume zu acht Feldtoren. Regensburg verbuchte in Durchgang eins nahezu keinen Ballgewinn in der Abwehr und so mussten die Gastgeberinnen nach dem 5:6-Zwischenstand abreißen lassen.

Sechs Minuten vor der Pause kassierte dann Lavinia Albescu ihre zweite Zeitstrafe und war somit schon zu einem frühen Zeitpunkt rotgefährdet. Waiblingen nutzte dies, um den Abstand auf sieben Treffer zu vergrößern. Mit einem Kraftakt verkürzte der ESV noch auf den 13:18-Pausenstand und lag damit noch halbwegs in Schlagdistanz.

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Auch nach Wiederanpfiff kämpften die Oberpfälzerinnen verbissen, kamen jedoch nie näher als auf vier Tore heran. Gerade in der Deckung fehlten die Alternativen und gerade die verletzte Anna Fuhrmann an allen Ecken und Enden. Waiblingen war einfach etwas eingespielter und gewann auch das Torhüterduell, wodurch die Gäste ihren Vorsprung souverän verteidigen konnten.

Das Angriffsspiel des ESV, getragen von der treffsicheren Lavinia Albescu, kostete die Spielerinnen zu viel Energie, da einfache Tore aus dem Gegenstoß komplett fehlten. So musste der ESV am Ende eine 25:32-Niederlage quittieren, die in der Höhe auch in Ordnung geht.

12028626_1051480568196794_8151286537329697237_oUdo Hermannstädter sah gegenüber der Vorwoche „eine deutliche Steigerung“, konnte aber vor allem mit der Abwehrleistung nicht zufrieden sein: „Da sind wir noch zu brav, ein bisschen wie eine Schülermannschaft.“

Der Trainer ist aber optimistisch, dass sich sein Team in diesem Bereich mit den Rückkehrern und dem gemeinsamen Training noch deutlich steigern wird: „Das geht mit einer komplett neuen Mannschaft eben leider nicht so schnell und Spitzenteams wie Waiblingen nutzen auch die kleinsten Fehler eiskalt aus“, bilanzierte Hermannstädter.

ESV 1927 Regensburg : VfL Waiblingen 45:20(17:11)

Spielfilm: 2:3, 4:4, 5:6, 6:8, 6:11, 8:13, 9:16, 11:17, 13:18 – 14:21, 17:21, 19:23, 21:25, 22:28, 23:31, 25:32.

Strafwürfe: 4/3 – 2/2.

Strafminuten: 6 – 6.

Tore ESV: Albescu 8, Kubesova 5/1, Haberkorn 4, Negrutiu-Chirila 3/2,  Ellwanger, Vlachowa je 2, Rektoschik 1.

DatumHeimZeit/ErgebnisseAuswärts
2017-10-15 16:30:0015.10.17ESV 1927 (m-A) 16:30:0016:30Post SV Nbg
2017-10-15 14:30:0015.10.17ESV 1927 (w-C) 14:30:0014:30JSG Fürther Land
2017-10-15 13:30:0015.10.17SpVgg Altenerding 13:30:0013:30ESV 1927 (m-C)
2017-10-15 12:30:0015.10.17ESV 1927 (w-B) 12:30:0012:30TSV Haunstetten
2017-10-14 19:30:0014.10.17ESV 1927 (H1) 19:30:0019:30HC Sulzb.Rosenb. II
2017-10-14 18:30:0014.10.17MHV Schweinf.09 18:30:0018:30ESV 1927 (D II)
2017-10-14 18:00:0014.10.17 18:00:0018:00
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