Es geht wieder los!

… und gleich an den Bodensee

ESV-Damen reisen am Samstag zum Drittliga-Saisonauftakt nach Allensbach

Nach dem Abschlusstraining am Donnerstagabend ist die Vorbereitung auf die Drittliga-Saison 2018/2019 offiziell beendet: Ab Samstag geht es um Punkte und auf den ESV 1927 wartet mit dem SV Allensbach gleich eine hohe Hürde. Die „Hühner vom Bodensee“ waren in eigener Halle für die Oberpfälzerinnen in der Vergangenheit selten zu schlagen. In der abgelaufenen Saison setzte es – vor beeindruckender Kulisse beim Superball in Konstanz – eine deutliche 24:33-Niederlage für die Regensburgerinnen.

Diesmal wird die Partie in der Riesenbergsporthalle in Allensbach-Kaltbrunn ausgetragen und auch sonst haben sich – zumindest beim ESV – viele Vorzeichen geändert. Mit Torhüterin Kristyna Vdrsperkova, Rückraum links Nicole Lederer, Kreisläuferin Sara Mustafic, Linksaußen Andreea Popovici und Rechtsaußen Nicole Schiegerl kamen fünf Neuzugänge an die Donau, die die Abgänge von Julia Drachsler, Laura Brockschmidt (beide TS Herzogenaurach), Mariella Bertuccini (SG Mintraching/Neutraubling) und Franziska Ruzicka (Handball-Pause) kompensieren sollen.

Die Vorbereitung lief auch sehr vielversprechend, leider muss die zweitligaerfahrene Lederer nach einem Nasenbeinbruch rund sechs Wochen auf ihre Pflichtspielpremiere warten und Torhüterin Chiara Zellner nach einem Bandscheibenvorfall zeitnah eine längere Pause einlegen. Neben der Langzeitverletzten Sophia Rektorschik fallen damit drei wichtige Spielerinnen für einen längeren Zeitraum aus und die Mannschaft muss schon vor Saisonbeginn zusammenrücken.

Ob Lavinia Albescu nach ihrer mehrmonatigen Pause für Lederer in den Kader rückt, wollte ESV-Trainer Stefan von Frankenberg kurzfristig absprechen. Aufgrund der Personalsituation musste auch das für vergangenen Samstag geplante Testspiel gegen Herzogenaurach abgesagt werden. Der Coach hätte diesen Härtetest zwar noch „gerne mitgenommen, aber an diesem Tag hatten wir kurzfristig zu viele Ausfälle und dann hat es einfach keinen Sinn gemacht“.

So blieb zumindest der hervorragende Eindruck aus der Vorbereitung erhalten, doch Punktspiele – gerade in fremder Halle – sind eine ganz andere Geschichte. Der Gegner vom Bodensee hat nicht nur nach eigenen Angaben den Vorteil, dass der Großteil der Mannschaft zusammengeblieben ist. Mit Tabea Maier mussten Trainerin Sandra Reichmann und Teamchef Oliver Lebherz nur einen externen Neuzugang aus Fridingen integrieren. „Mit Regensburg haben wir gleich einen äußerst starken Mitbewerber um die vorderen Plätze. Eine klare Standortbestimmung und wir werden uns dieser Aufgabe mit der notwendigen Motivation stellen“, gibt Teamchef Lebherz die Marschroute vor. „Die Spielerinnen sind hoch motiviert nach der langen Vorbereitung und können den Saisonauftakt kaum abwarten.“

Den Regensburgerinnen geht es ähnlich, doch sie müssen am Samstag die lange Busfahrt aus den Knochen schütteln und eine Top-Leistung abrufen, um in Allensbach bestehen zu können. Gelingt es den „Eisenbahnerinnen“ den „Hühnern“ ein oder zwei „Punkte-Eier“ aus dem Stall zu klauen, dann hätten sie gegen einen starken Gegner schonmal ein Zeichen gesetzt.