Dritte Niederlage im vierten Auswärtsspiel

Spielbericht Damen II vom 29.10.2016

ESV 1927 Regensburg II verliert mit 29:17 (13:9) gegen die HSG Mainfranken

Nach der langen Anreise fanden die Gäste aus Regensburg zunächst überhaupt nicht in die Partie. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da lag man bereits mit 4:0 im Hintertreffen. Immer wieder blieben die Wurfversuche des Regensburger Rückraums im starken Mittelblock der Gastgeberinnen hängen. Viel zu oft suchte man in dieser Phase des Spiels den Abschluss im Deckungszentrum, anstatt das Spiel breit anzulegen.

Nach den ersten beiden Treffern durch Kerstin Wywoll und Patty Tillack kam mehr Sicherheit ins Regensburger Spiel. In der Abwehr machte man jetzt die Räume eng und nahm die Spielmacherin der HSG „Melle Meyer“ durch eine permanente Manndeckung aus dem Spiel. Aber auch aufgrund einiger Umstellungen in der Offensive – Julia Eisenhuth auf Rückraum Mitte, Eva Dendl auf Rückraum Links und Julia Sommerer auf Rückraum Rechts, kam mehr Schwung in den Regensburger Angriff.

Immer öfter fanden die Gäste aus Regensburg in der Folge die Lücken im Abwehrverbund der HSG Mainfranken und konnten bis zum Pausenpfiff den Vorsprung auf lediglich vier Tore (Halbzeitstand: 9:13 aus Regensburger Sicht) verkürzen.

Doch nach dem Seitenwechsel schwanden die Kräfte und damit auch das notwendige Selbstvertrauen, der mit nur einer Auswechselspielerinnen angereisten ESV’lerinnen, zusehends. Zwischen der 36. und 50. Spielminute nutzten die Gastgeberinnen, die sich immer öfter bietenden Lücken im Abwehrverbund der Gäste konsequent und konnten von 16:12 vorentscheidend auf 23:14 enteilen.

Damit war die letzte Gegenwehr der Gäste gebrochen und die HSG Mainfranken steuerte einem ungefährdeten 29:17 Erfolg entgegen.

Fazit:

Schade, dass wir heute aufgrund einiger verletzter oder anderweitig verhinderter Spielerinnen der HSG Mainfranken nicht mehr entgegenzusetzen hatten. Da wäre mit Sicherheit was drin gewesen, wenn wir hier vollzählig hätten antreten können. !!!   HÄTTE – WÄRE – WENN   !!! Letztendlich reicht es eben nicht aus, wenn nur von einer Position des Rückraums wirklich permanent Gefahr ausgeht.

Ich denke wir sollten alle mal darüber nachdenken, wie es denn sein kann, dass wir zuhause regelmäßig eine Spielerin aus den Kader streichen müssen um die Marke von 14 Spielerinnen inklusive Torhüterinnen nicht zu überschreiten – Im krassen Gegenteil dazu, bekommen wir auswärts gerade einmal eine Mannschaft zusammen.

Gerade aus diesem Grund kann und werde ich meiner jungen Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die haben über weite Strecken alles gegeben, um das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten. In einigen Situationen konnte man durchaus gute Ansätze erkennen.

Jetzt haben wir erst einmal eine fast dreiwöchige Pause. Die wollen und werden wir nutzen, um uns gründlich auf das nächste Spiel gegen Nabburg/Schwarzenfeld vorzubereiten. Wir hoffen natürlich auch darauf, dass sich bis dahin die Reihen unserer verletzten Spielerinnen weiter lichten wird.

Bedanken möchte ich mich noch bei unserer Ursl (Susanne Große), die kurzfristig für die an die Damen 1 ausgeliehene Torhüterin Andrea Poschenrieder eingesprungen ist.

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Susanne Große (beide Tor), Kerstin Wyrwoll (1), Julia Eisenhuth (2), Julia Sommerer (8/3), Eva Dendl (2), Patricia Tillack (2), Lea Kunz (2) und Conny Tillack