Doppelter „Vize“!

Abschlussbericht Saison 18/19

A-Junioren sind doppelter „Vize“!

  1. Vizemeister Landesliga Süd

Wie heißt es so schön: „Der Angriff gewinnt ein Spiel, die Abwehr entscheidet die Meisterschaft.“ Unsere Jugend kann diese Aussage nach einer turbulenten Saison fast vorbehaltlos bestätigen. Dass es letztlich „nur“ zur Vizemeisterschaft in der Landesliga Süd gereicht hat, obwohl der ESV die mit Abstand beste Abwehr der Liga stellte (311 Gegentore), liegt einfach daran, dass man halt trotzdem auch im Angriff erfolgreich sein muss – und da gab´s ein Problem: Weniger als die vom ESV geworfenen Tore schaffte kein anderes Team.

Dennoch darf die Vizemeisterschaft als großer Erfolg gewertet werden. Enorme personelle Probleme vor und während der Saison ließen für den kleinen Kader eigentlich keine größeren Erwartungen zu. Aber die Jungs zeigten alles, was man im Handball braucht: Kampfgeist, Moral und vor allem Teamgeist. Andere Mannschaften hatten oft bessere Einzelspieler, bei uns stand die Teamleistung im Vordergrund. Die Teilnahme am Final Four war sozusagen das Sahnehäubchen, das sich die Jungs selbst und verdient erarbeitet haben.

  1. Vizemeister beider Landesligen

Auch beim Final Four hielt es die Mannschaft mit einer schon beinahe liebgewordenen Tradition: Ohne Nervenkitzel geht nix!

Dabei ging die Nerverei schon vor Beginn des Turniers los. Die Sport“freunde“ vom Post SV Nürnberg stellten doch tatsächlich schon am Samstag (13.04.2019) – dem Tag vor dem Turnier – fest, dass sie keine Mannschaft für den Sonntag  zusammenbringen würden und sagten kurzfristig ab. Emails gingen hin und her, Telefonate wurden geführt, der Terminplan wurde umgeschrieben, alle Spieler mussten informiert werden. Das Ergebnis: Wir hatten jetzt das erste Spiel, Abfahrt Sonntag 7:30 Uhr (eine Unzeit nicht nur für A-Jugendliche) und laut Spielplan zwei Spiele hintereinander.

Die Spiele:

Simbach – ESV 28:28 (9:13)

Nach einem starken ersten Durchgang ermöglichte ein Durchhänger der ESV-Abwehr plus Torhüter Mitte der zweiten Spielhälfte den Gastgebern den insgesamt glücklich gesehenen Ausgleich in den Schlusssekunden.

ESV – TV Marktsteft 23:24 (12:12)

Nach kurzer Pause kam der ESV nur schwer in die Gänge, es gelang aber immer wieder, Rückstände gegen den Tabellenführer der Landesliga Nord aufzuholen und auszugleichen, in den Schlussminuten fehlte einfach das Quäntchen Glück.

Simbach – TV Marktsteft 18:29

Da sich die Simbacher gegen des ESV mit ihrer körperbetonten Spielweise und der Aufholjagd gegen den ESV scheinbar völlig verausgabt hatten, gingen sie im letzten Spiel sang- und klanglos unter. Damit stand der Landesligameister mit dem TV Marktsteft fest.

Dummerweise musste der zweite Platz laut Reglement auch ausgespielt werden. Simbach und der ESV waren punktgleich, die deutlich bessere Tordifferenz nutzte den Regensburgern nichts. Also 7m-Werfen, das der ESV mit 4:2 für sich entschied. Belohnung: Landesliga – Vizemeisterschaft.

ESV: Lehner (14), Simbeck (10/1), Mertens (10/5), Lengsfeld (8/2), Di Matteo (6), Herzberg (3), Zulawski (2), Dobmeier (1/1), Baumhardt (1/1), Erhardt, Ramalingam

Tor: Stahl, Beer

Noch einige Bemerkungen am Rande:

– Der Ausrichter TSV Simbach hat es trotz der kurzfristigen Querelen im Vor- und Umfeld geschafft, ein reibungsloses Turnier zu organisieren (Kompliment an den Hallensprecher!). Dafür ein herzliches Dankeschön!

– Glückwunsch auch an den TV Marktsteft zur Meisterschaft aber: Unmittelbar nach Spielende mit einem VORgedruckten T-Shirt mit der Aufschrift „Mission erfüllt“ herum zu hüpfen, zeigt einerseits mit welch enorm hoher Selbsteinschätzung die Unterfranken ins Turnier gegangen sind. Andererseits wäre bei einem sportlichen Vergleich unter Jugendmannschaften den Mitbewerbern gegenüber etwas mehr Respekt wünschenswert gewesen. Sympathien verschafft man sich mit diesem Verhalten sicher nicht.

– Und noch etwas in eigener Sache: Vielen Dank an die vier „Ausscheider“ Philipp, Flo, Kris und Lukas L. Euer Abschiedsgeschenk war WAHNSINN! Hat mich riesig gefreut! Umso schwerer fällt natürlich der Abschied nach fünf gemeinsamen Jahren. Bleibt wie ihr seid und vor allem: Bleibt dem Handball erhalten!

Last but not least: Nochmals vielen Dank an die vielen hilfreichen Geister, die mithalfen, die Saison erfolgreich zu bewältigen!

Lutz

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