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Derbysieg gegen Gröbenzell

Sieg in Gröbenzell sichert ESV Hinrundenmeisterschaft

Es war keine einfache Woche für die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927: Zunächst musste das Team die Heimpleite gegen Haunstetten verdauen, am Donnerstag legte dann Co-Trainer Ingo Gömmel aus persönlichen Gründen sein Amt nieder. Nach der ersten Saisonniederlage war dann die Anspannung vor dem zweiten bayerischen Derby innerhalb von acht Tagen entsprechend groß. Mit Gröbenzell wartete dann ein Gegner, der nicht nur in der vergangenen Saison als einziges Team beide Duelle gegen den ESV gewinnen konnte. Der HCD – obwohl vor Anpfiff auf Rang sieben notiert – brauchte auch dringend Punkte im Abstiegskampf, denn in der ungewöhnlichen Tabellenkonstellation der Süd-Staffel der 3. Liga beträgt der Vorsprung auf das Schlusslicht gerade einmal zwei Punkte. Entsprechend motiviert gingen die Gastgeberinnen in die Partie und lieferten sich laut Stefan von Frankenberg mit dessen Truppe „einen offenen Schlagabtausch“.

Dem ESV-Trainer, der wie schon die gesamte Saison von Jan Kauer auf der Bank unterstützt wurde, gefiel im ersten Durchgang die Deckungsleistung nicht: „Wir haben in der Abwehr nicht den Zugriff bekommen, der uns die ganze Saison auszeichnet: Es gab einige Absprachefehler, die Mädels sind nicht so konsequent an die Angreiferinnen hingegangen und dann gab es auch noch den ein oder anderen haltbaren Ball“. Dies führte dazu, dass der ESV zwar immer vorlegen (aus Gästesicht: 5:3, 6:4, 8:4, 11:8, 14:12) konnte, Gröbenzell sich aber nicht abschütteln ließ. Da trotz des hohen Zwischenergebnisses einige Hochkaräter nicht verwandelt werden konnten, führte der Favorit aus der Oberpfalz zur Pause knapp mit 18:16.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste wieder etwas davon, hatten nach zwei Zeitstrafen gegen Franzi Peter und Anna Fuhrmann – mit insgesamt elf Toren zwei Aktivposten in einem guten Team – aber eine kritische Phase in doppelter Unterzahl zu überstehen. Gröbenzell kam auf 20:21 und witterte Morgenluft. Dann machte sich auf Regensburger Seite aber die Einwechslung von Torhüterin Chiara Zellner bezahlt, die „ein paar schöne Bälle“ (von Frankenberg) herausholte. Auch die ESV-Defensive stand nun wesentlich kompakter und im Angriff flutschte es weiter. Sechs ESV-Treffer in Serie zwangen das HCD-Trainerteam Sebastian Servos und Konstantin Schlosser zur Auszeit. Im Anschluss sollten durch Carina Vetter und Amelie Bayerl, die an alter Wirkungsstätte mit zehn Feldtoren die überragende Spielerin war, zwei weitere ESV-Treffer folgen. Das war dann in der 45. Minute bereits die Vorentscheidung.

Der Rest der unterhaltsamen Begegnung verlief dann wieder als munteres Scheibenschießen, das Regensburg in der Endabrechnung mit 36:29 für sich entschied. Den letzten ESV-Treffer besorgte Kreisläuferin Sara Mustafic, die mit sechs Toren ebenfalls ein starkes Spiel machte. Coach Stefan von Frankenberg war entsprechend zufrieden: „Die zweite Hälfte war stark, die Mädels haben sich da vor allem in der Deckung enorm gesteigert und 36 Auswärtstore sind sicherlich auch gut.“ Ein Sonderlob verteilte der Übungsleiter an Amelie Bayerl: „Ami war die vergangenen Wochen schon sehr stark und es freut mich sehr für sie, dass sie sich an alter Wirkungsstätte so präsentieren konnte und 10 Kisten gemacht hat.“ Durch den Sieg sicherte sich der ESV die Weihnachtsmeisterschaft, in diesem Fall gleichbedeutend mit der Hinrundenmeisterschaft. Stefan von Frankenberg wertet die erste Halbserie als gelungen, die Rückrunde habe es mit einigen sehr schweren Auswärtsspielen aber in sich. Den Auftakt bildet das Auswärtsspiel in Möglingen am 12. Januar.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Kristyna Hurtova, Chiara Zellner

Feld: Amelie Bayerl 10, Franziska Peter 8/3, Sara Mustafic 6, Anna Fuhrmann 3, Carina Vetter 2, Natascha Weber, Nicole Schiegerl je 3/1, Julia Drachsler 1 sowie Nicole Lederer, Dorothee Mooser und Andrea Vlachova.

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