Derby mit 68-Toren

Torfestival im Derby

38:30 gegen Würm-Mitte

Am Sonntag hatte das Drittliga-Derby zwischen dem ESV 1927 und der HSG Würm-Mitte keine eigenen Gesetze: Der Tabellenvierte aus der Oberpfalz gewann nämlich ungefährdet mit 38:30(17:13). Das klare Endergebnis hätte eigentlich noch höher ausfallen müssen, die „Eisenbahnerinnen“ leisteten sich im Gefühl des sicheren Sieges aber zu viele Konzentrationsfehler in Abwehr und Angriff. Die Gastgeberinnen führten schnell mit 10:4 und 12:6, doch dann kam der Schlendrian ins Spiel.

Klarste Torchancen wurden leichtfertig durch Kreisübertritt oder Fehlwurf vergeben und im Gegenzug agierte man in der Deckung zu passiv. Der Tabellenelfte aus Oberbayern nutzte dies aus und in der 27. Minute stand es auf einmal nur noch 15:13 für das Heimteam. Ein Siebenmetertor und ein Treffer von Kreisläuferin Doro Mooser bedeuteten den 17:13-Pausenstand.

Nach der Pause dann Duplizität der Ereignisse: Der ESV agierte zunächst souverän und zog davon. Dann kam wieder ein Hänger und Würm-Mitte hatte mit Isabell Toth, die vor dem Seitenwechsel noch unglücklich agiert hatte, nun eine brandgefährliche Angreiferin in seinen Reihen. Nach 44 Minuten führte Regensburg nur noch mit 22:19. Dann scheiterte das Experiment des HSG-Trainers Claus Lohmann, die Torhüterin aus dem Kasten zu nehmen. Der ESV traf einige Male ins leere Netz und die Messe war gelesen. Nach dem 37:26-Zwischenstand wenige Minuten vor Ultimo ließ der ESV dann wieder etwas die Zügel schleifen und die Gäste konnten erfolgreich Ergebniskosmetik betreiben. Endstand: 38:30, zu dem Carina Vetter in ihrem Drittliga-Debvüt für den ESV zwei Treffer beisteuerte.

Erfreulich war auch die Leistung von Nicole Schiegerl, die auch auf der rechten Rückraumposition eine gute Figur abgab. ESV-Coach Stefan von Frankenberg war zwar mit dem Sieg, aber nicht mit den „Ups und Downs in Abwehr und Angriff“ zufrieden. Der Gegner sei aber auch schwierig zu bespielen gewesen. „Würm-Mitte spielt ohne feste Abläufe auf die du dich einstellen kannst. Das war alles recht unkonventionell.“ Durch den Sieg verteidigte der ESV Rang vier und verbesserte seine Bilanz auf 16:6 Punkte. Da Tabellenführer Freiburg zu Hause einen Zähler gegen die Metzinger Bundesliga-Reserve liegen ließ, ist das das Spitzenquartett noch enger zusammengerückt.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Vidsperkova, Poschenrieder

Feld: F. Peter, Negrutiu-Chirila je 8, Schiegerl 8/3, Weber 5, Popovici, Mooser, Vetter je 2, Vlachova, Lederer, Fuhrmann je 1 sowie Mustafic.

 

Das Spiel in der Zusammenfassung:

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