Damen II im Derby erfolgreich

Damen II kann auch das zweite das Derby gegen Obertraubling mit 26:23 (12:9) Toren für sich entscheiden

Ohne Katja Goldbach, aber dafür wieder mit Kerstin Wyrwoll, sowie Pia Klenk aus der eigenen A-Jugend und Susanne Große als Ersatz für die ebenfalls verletzte Torhüterin Alina Hecht, machten sich Mannschaft und Trainer Paul Sommerer auf die kurze Anreise nach Obertraubling.

Um die Gastgeberinnen bereits im Spielaufbau zu stören, wurde deren gefährlichste Angreiferin Susanne Adam, von Beginn in Manndeckung genommen. Diese Maßnahme zeigte insofern Wirkung, dass der SVO über die gesamte Spielzeit hinweg weder sein gewohnt schnelles Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff praktizieren, noch genügend Durchschlagskraft im Positionsangriff entwickeln konnte.

Die bewegliche ESV Abwehr stand kompakt und schloss geschickt die kaum vorhandenen Lücken im Deckungszentrum. So waren die Gastgeberinnen gezwungen ihre Angriffsbemühungen zumeist über die beiden Außenbahnen abzuschließen. Dies gelang dem SVO zu Beginn doch recht gut, sodass die Begegnung bis zur 19. Spielminute (Zwischenstand: 7:7 Tore) noch absolut ausgeglichen verlief.

Aber auch schon zu diesem Zeitpunkt war offensichtlich, dass die Gastgeberinnen viel mehr investieren mussten um zu einem Treffer zu kommen als das beim ESV 27 der Fall war. Angetrieben von Kerstin Wyrwoll auf Rückraum Mitte spielten die Gäste mit sehr viel Druck und Laufbereitschaft. Immer wieder gelang es den Gästen die Abwehr des SVO auseinander zu spielen und die sich bietenden Chancen in Tore umzumünzen.

Ganz erfreulich waren dabei die beiden Treffer von Pia Klenk über die rechte Rückraumseite zum zwischenzeitlichen 8:7 und 10:7 für den ESV.  Diese drei Tore Führung ließen sich die Gäste nicht mehr streitig machen, sodass beim Stand von 12:9 für den ESV 27 die Seiten gewechselt wurden.

In der Halbzeitpause wurde die bereits vor dem Spiel ausgegebene Taktik dem eigenen Deckungszentrum weiterhin die volle Aufmerksamkeit zu schenken und die Außenspielerinnen des SVO möglichst oft zum Wurf zu verleiten noch einmal verinnerlicht. Und genau wie besprochen hielten die Gäste auch im 2. Abschnitt an ihrer Taktik fest.

Der SVO setzte gleich nach dem Seitenwechsel auf eine kurze Deckung gegen Jasmin Ellwanger, sah sich aber nach gut fünf Minuten im 2. Abschnitt genötigt die kurze Deckung wieder aufzugeben und auf eine defensive 6:0 Abwehr umzustellen, da die ESV’lerinnen die Freiräume im Spiel 5:5 weidlich zu nutzen wussten und ihren Vorsprung auf sechs Tore (Zwischenstand: 16:10 Tore) ausbauen konnten.

Im Angriff bissen sich die Gastgeberinnen am gut gestaffelten und aufopferungsvoll kämpfenden Deckungszentrum weiterhin die Zähne aus und versuchten ihr Glück deshalb immer und immer wieder über die beiden Außenbahnen. Aber an diesem Tag war einfach kein Vorbeikommen an der überragend aufgelegten ESV-Torhüterin Andrea Poschenrieder.

Gut und gerne 15 Würfe konnte sie alleine gegen die Außenspielerinnen parieren. Dazu kamen noch zwei gehaltene 7m-Strafwürfe und etliche weitere Paraden. Trotz schwindender Kräfte zum Ende der Begegnung verstanden es die Eisenbahnerinnen immer wieder die vorhandenen Lücken im Deckungsverbund des SVO zu finden und diese auch konsequent zu nutzen.

Zwar schmolz die Führung zwischenzeitlich auf zwei Treffer zusammen, dennoch hatte man nie den Eindruck als wenn der ESV 27 in Gefahr liefe dieses Spiel noch einmal aus der Hand zu geben. So endete ein hart umkämpftes Derby mit einem mehr als verdienten 26:23 Erfolg für den ESV 1927 Regensburg.

Fazit:

Wir haben heute taktisch genau das umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben. Wichtig war es das schnelle Umschaltspiel über die gesamte Spieldauer zu unterbinden und im Deckungszentrum kompakt und konsequent zu verteidigen. Die Wurffallen für die beiden Außenspielerinnen des SVO haben super funktioniert.

Poschi hat heute ein phänomenales Spiel abgeliefert und dabei genau das umgesetzt, was wir vor dem Spiel besprochen hatten. Aber auch dem Rest der Truppe muss ich zu dieser wirklich sehr starken Vorstellung gratulieren. Wir haben wieder einmal alles in die Waagschale geworfen und gekämpft bis zum Umfallen. Speziell freut mich der kuragierte Auftritt von Pia Klenk, aber auch Lea Kunz und Stefanie Wörl haben heute ein tolles Spiel abgeliefert.

Zum Kommentar meiner SVO-Trainerkollegin Sabrina Steinbeißer (Zitat: MZ) „Der ESV hat das Spiel nicht gewonnen, sondern wir haben es verloren“ kann ich nur sagen, dass sie eigentlich wissen müsste, dass man selber nur so gut spielt wie es der Gegner zulässt. Und wir haben heute wirklich nicht viel, oder besser gesagt nur das zugelassen, was uns geholfen hat das Spiel zu gewinnen.

Kommendes Wochenende kommt mit der HSG Mainfranken die Mannschaft der Stunde zu uns nach Regensburg. Mainfranken hat in der Rückrunde noch keinen einzigen Punkt abgegeben. Wie auch schon gegen die SG Schwabach/Roth haben wir aus dem Hinspiel noch etliches gut zu machen. Wir werden alles dafür geben um beide Punkte in Regensburg zu behalten.

Aufstellung mit Toren:

Susanne Große und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (3), Kerstin Wyrwoll (2), Julia Sommerer (3), Conny Tillack, Patricia Tillack (2), Lea Kunz (3), Pia Klenk (2), Barbara Hagl, Stefanie Wörl (1), und Jasmin (Mogli) Ellwanger (10/1)

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