Damen II behalten gegen Forchheim die Oberhand

ESV 1927 Regensburg II behält gegen den HC Forchheim mit 29:25 (16:11) Toren die Oberhand

Nach einem recht ausgeglichenen Beginn, fanden die Gäste schneller zu ihrem Spiel. Der ESV spielte zu diesem Zeitpunkt einfach viel zu träge, mit viel zu wenig Bewegung im Positionsangriff und dementsprechend wenig Zug zum Tor. Dies machte es der Gästedeckung relativ einfach die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen zu unterbinden.

Im Gegenzug dazu bekam die Heimsieben die stärkste Angreiferin auf Forchheimer Seite nicht wie gewünscht in den Griff, so dass sich die Gäste bis zur 10. Spielminute eine zwei Tore Führung erarbeiten konnten (Zwischenstand: 4:6 aus Regensburger Sicht). Das auf Regensburger Seite genommene Team-Timeout brachte dann die erhoffte Wende.

Dank eines nun viel variableren Spielaufbaus mit vielen Kreuzbewegungen auf der Mittel- und den Halbpositionen, bekam die Gästeabwehr immer größere Probleme die Lücken im eigenen Deckungsverbund zu schließen. Diese Lücken nutzten in Abschnitt Eins vor allem Andrea Vlachova (4 Tore) und Mogli Ellwanger (6 Tore) von den beiden Halbpositionen.

Aber auch die angeordnete kurze Deckung gegen die gefährlichste Forchheimerin Caroline Schmitt zeigte Wirkung. Der Angriffsschwung der Gäste kam dadurch praktisch zum erliegen. Mit einem 7:0 Lauf setzen sich die Eisenbahnerinnen bis zur 22. Spielminute auf 11:6 ab. Da beiden Teams bis zum Halbzeitpfiff noch jeweils fünf Treffer gelangen, ging man mit einem 16:11 in die Kabinen.

Besonders das viel zu überhastete Angriffsspiel wurde seitens der Regensburger Trainer thematisiert. Viel zu oft hatten sich die Gastgeberinnen unvorbereitete Würfe in viel zu kurz ausgespielten Angriffen genommen.  Dies bot den Gästen immer wieder die Möglichkeit ihrerseits einfache Tore zu erzielen und den Vorsprung der ESV’lerinnen nicht weiter anwachsen zu lassen. Doch schienen diese warnenden Worte nicht bei allen Spielerinnen angekommen zu sein.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Gehäuse der Gäste weiter munter unter Beschuss genommen, doch es mangelte wie auch schon in der 1. Halbzeit an der unzureichenden Präzision im Abschluss. Und so kam es wie es kommen musste. Forchheim egalisierte den fünf Tore Vorsprung bis zur 43. Spielminute und schaffte bei 19:19 erstmals wieder den nicht mehr erhofften Ausgleich.

Wer weis welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wäre es den Gästen gelungen noch einmal in Führung zu gehen. Doch so brachte eine doppelte Unterzahl der Gäste verhängt in der 45. und 46. Minute die endgültige Entscheidung zu Gunsten des ESV 27. Diese Doppelbestrafung nutzten die Gastgeberinnen um sich neuerlich um drei Tore auf 23:20 abzusetzen. Den jetzt, aufgrund dieses Zwischenstandes immer hektischer agierenden Gästen unterliefen weitere Fehler, welche die Eisenbahnerinnen konsequent nutzten.

Bis zur 58. Spielminute war der Vorsprung des ESV wieder auf sechs Tore (Zwischenstand: 29:23 Tore) angewachsen und damit das Match endgültig entschieden. Negativer Höhepunkt des Spiels, in einer ansonsten fairen Begegnung, war ein absichtlicher Faustschlag einer Forchheimer Spielerin ins Gesicht von Julia Sommerer kurz vor Ende des Spiels. Da beide Unparteiischen diese Tätlichkeit nicht gesehen hatten, blieb diese natürlich  ungeahndet. Zwei weitere Treffer auf Forchheimer Seite waren dann nur noch Ergebniskosmetik. So endete ein nicht gerade hochklassiges Landesligaspiel mit 29:25 für den ESV 1927 Regensburg.

Fazit:

Zuerst einmal möchten wir uns bei Judith Pimpl und Andrea Vlachova bedanken, wobei zweitere dankenswerter Weise nach endlich überstandener Krankheitspause kurzfristig für die ebenfalls erkrankte Patty Tillack eingesprungen ist, um unseren eh schon stark dezimierten Kader wenigstens etwas aufzufüllen. Man hat Andrea angemerkt, dass sie richtig Spaß am Spiel hatte. Aber auch Kerstin Wyrwoll hat heute eine überragende Partie gespielt.

Sie war kämpferisch wie immer ein Vorbild für alle anderen und hat wieder alles in die Waagschale geworfen – echt super. Völlig unnötig dagegen waren die vielen zehn Sekunden Angriffe verbunden mit überhasteten und unpräzisen Würfen. Das hätte uns beinahe den Sieg gekostet. Da müssen wir zukünftig disziplinierter spielen, mit viel mehr Kreuzbewegungen im Angriff. Immer wenn wir das so gespielt haben, sind die Tore gefallen wie die reifen Früchte.

Kommenden Sonntag spielen wir bei der SG Kunstadt-Weidhausen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, diese Mannschaft aufgrund unseres 29:12 Hinspielerfolges zu unterschätzen. Was diese Mannschaft zu leisten im Stande ist hat sie eindrucksvoll gegen Mintraching/Neutraubling gezeigt.

Aufstellung mit Toren:

Alina Hecht und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (2), Kerstin Wyrwoll (2), Julia Sommerer (5/2), Katja Goldbach (1), Pia Klenk, Lea Kunz (2), Andrea Vlachova (8), Stefanie Wörl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (9)

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