Damen 2 ringen Spitzenreiter Unentschieden ab

 Damen II ringt dem Spitzenreiter SG Schwabach/Roth ein 22:22 Unentschieden ab

Unter ganz schlechten Voraussetzungen, gingen die Damen 2 des ESV 27 Regensburg in die Begegnung gegen den Tabellenführer aus Schwabach/Roth. Zu den drei Langzeitverletzten Eva Dendl, Alina Malende und Julia Eisenhuth gesellten sich kurzfristig auch noch Alina Hecht (Syndesmoseband An- und Außenband Abriss) und Kerstin Wyrwoll (grippaler Infekt).

Da zu diesem Spiel auch keine Unterstützung aus dem Bereich der spielfreien Drittliga-Mannschaft abgestellt werden konnte, beschränkte sich der Kader auf gerade einmal neun Feldspielerinnen und einer Torhüterin.

Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine sehr ausgeglichene, hart umkämpfte Partie, die es wirklich in sich hatte. Der ESV 27 ging mit einer defensiven 6:0 Abwehr ins Spiel und versuchte die Räume speziell für die gefährliche Kreisläuferin der SG so eng wie möglich zu gestalten.

Doch den Gästen gelang es immer wieder, die Abwehr auseinander zu spielen und die sich bieten Chancen in Tore umzumünzen, sodass das Trainergespann Croitoru/Sommerer bereits nach ca. 10 Spielminuten auf eine kurze Deckung gegen die Spielmacherin der SG, Amelie Rapke, umstellen musste. Sie war es die das Spiel der Gäste lenkte und sich selbst aber auch ihre Mitspielerinnen immer wieder in aussichtsreiche Position brachte.

Im Angriff drückte von Beginn an Julia Sommerer dem Spiel der Eisenbahnerinnen ihren Stempel auf. Alleine sechs der ersten sieben ESV Treffer gingen auf ihr Konto. Dabei schien es vollkommen egal zu sein, aus welcher Position sie das gegnerische Tor ins Visier nahm. Praktisch jeder Wurf führte zu einem weiteren Treffer für den ESV 27.

Dass die Regensburgerinnen in Halbzeit Eins, dennoch einem permanenten Rückstand hinterher laufen mussten, war der Tatsache geschuldet, dass man die Lücken im Deckungsverbund nicht wie gewohnt schließen konnte. Die Gründe dafür waren viele kleine Unkonzentriertheiten oder der fehlende kraftraubende letzte Schritt um eine Lücke in der Abwehr wirklich zu schließen.

Dies führte speziell bei Abprallern, nach einem erfolgreichen Block durch die Deckung, oder durch gehaltene Bälle der Torhüterin immer wieder dazu, dass diese Abpraller wieder in den Händen der SG landeten, welche im zweiten Versuch konsequent verwandelt wurden. Andere wiederum hatten das Wurfpech in diesem Tag praktisch gepachtet.

Egal was sie auch immer versuchten, es wollte einfach nichts gelingen. Dass die Gastgeberinnen dennoch mit einer ein Tore Führung (Halbzeitstand: 12:11) in die Pause gingen war wiederrum einem Gewaltwurf von Julia Sommerer zu verdanken. Sie hämmerte eine Sekunde vor Ablauf der Spielzeit den Ball in den Torwinkel der Gäste.

Während des Seitenwechsels wurde speziell das teils mangelhafte und schläfrig wirkende Deckungsverhalten angesprochen. Ein weiterer Punkt waren die mitunter unpräzisen und überhastet wirkenden Abschlüsse. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. Gleich nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeberinnen wesentlich konzentrierter, als noch im 1. Abschnitt. Geduldig lief der Ball durch die eigenen Reihen, bis sich die Chance zum Torwurf ergab.

Jetzt endlich schien auch der Bann bei Jasmin (Mogli) Ellwanger gebrochen zu sein. Zwei Tore innerhalb von zwei Minuten ließen die Gastgeberinnen hoffen. Doch die Hoffnung währte nur kurz,  denn kaum war Mogli im Spiel angekommen, musste sie es nur wenige Minuten später aufgrund ihrer dritten Zeitstrafe endgültig verlassen.

Diese rote Karte zeigte sofort Wirkung. Der Tabellenführer nutzte die damit verbundene Schwächeperiode konsequent. Binnen weniger Minuten wuchs der Vorsprung der Goldschläger auf drei Tore an.  Doch wer geglaubt hatte die Begegnung wäre beim Stand von 18:21 für die SG Schwabach/ Roth entschieden, sah sich getäuscht.

Noch einmal waren die Eisenbahnerinnen alles in die Waagschale, um dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Andrea Poschenrieder im Tor entschärfte einige Großchancen der Gäste und durch Treffer von Lea Kunz und neuerlich Julia Sommerer konnte die Heimsieben auf 20:21 verkürzen.

Vier Minuten waren noch auf der Uhr, als sich die SG durch einen Treffer über die rechte Außenbahn neuerlich auf 20:22 absetzen konnte. Doch dieser zwei Tore Vorsprung war in der 58. Spielminute durch den viel umjubelten Ausgleich des ESV erneut aufgebraucht. 22:22 und noch knapp über eine Minute zu spielen. Schwabach/Roth spielt einen langen Angriff. Noch 30 Sekunden auf der Uhr, dann ein Pfiff der Schiedsrichter.

Julia Sommerer muss nach Meinung der Unparteiischen mit einer 2 Minuten Zeitstrafe vom Feld. Die Überzahl nutzen die Gäste geschickt um Amelie Rapke am Kreis freizuspielen, doch diese wirft den Ball neben das Tor. Der Ball kommt zwei Sekunden vor Ende der Partie noch einmal zu Katja Goldbach. Sie wirft aus gut und gerne 25m auf das gegnerische Tor . Der Ball schlägt nur Sekundenbruchteile nach der Schlusssirene im Gehäuse der SG ein. Die beiden Schiedsrichter geben diesen spektakulären Treffer nicht und so bleibt es beim leistungsgerechten 22:22 Unentschieden.

 Fazit:

Am Ende müssen bzw. können wir mit dem Unentschieden durchaus zufrieden sein. Wir hätten hier genauso als Verlierer den Platz verlassen können. Leider haben wir heute über die gesamte Spielzeit nicht zu unserer gewohnten Abwehrleistung gefunden. Da sind wir wirklich einiges schuldig geblieben. Kerstin hat uns im Defensivbereich an allen Ecken und Enden gefehlt.

Dagegen hat Julia heute ihr mit Abstand bestes Saisonspiel abgeliefert. 13 Tore sprechen aus unserer Sicht wirklich Bände. Sie hat uns mit ihren Toren während der gesamten Begegnung immer im Spiel gehalten. Kommenden Samstag steht das nächste Derby auf dem Programm. Mit dem SV Obertraubling wartet ein unangenehmer Gegner auf uns. Das Hinspiel war eine ganz enge Partie mit dem besseren Ende für uns. Ich hoffe wir können dann personell wieder mehr aus dem Vollen schöpfen als heute.

Aufstellung mit Toren:

Andrea Poschenrieder (Tor), Nina Peter, Julia Sommerer (13/3), Katja Goldbach (1), Conny Tillack, Patty Tillack (3), Lea Kunz (1), Stefanie Wörl (1), Barbara Hagl und Jasmin (Mogli) Ellwanger (3)

 

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