Damen 1 weiter in Abstiegsgefahr

ESV 27 wirft ein Drittel mehr Tore als zuletzt

– und ist chancenlos

Handball: Drittliga-Frauen schweben nach 24:33 in Konstanz weiter in Abstiegsgefahr.

REGENSBURG. Nach der siebten Auswärtspleite in Folge, dem 24:33 (11:14) beim mit Männer-Zweitligist HSG Konstanz organisierten „Bundesliga-Superball“ vor 1500 Zuschauern in Konstanz gegen den Gastgeber SV Allensbach, müssen die Handball-Frauen des ESV 27 Regensburg sich weiter Gedanken um den Klassenerhalt in der Dritten Liga Süd machen. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung zur Abstiegszone vier Punkte. Fast wären es nur noch zwei: Neuling TS Herzogenaurach wehrte sich in Freiburg bei der 24:25-Niederlage heftig.

Stichwort Freiburg: Nach einer uninspirierten Angriffsleistung hatte der ESV eine Woche vorher gegen die Breisgauer mit 18:23 verloren. Weil es in den Wochen zuvor ähnlich stockte, machte Trainer Stefan von Frankenberg vor der Allensbach-Partie das zum Kabinenthema: „Jede hat sich selbst analysiert, jede hat sich selbst kritisch hinterfragt – warum wir das Training nicht umgesetzt hinkriegen“. Unabhängig von der Neun-Tore-Niederlage sah von Frankenberg eine Steigerung: „Über weite Strecken haben wir viel besser den Ball laufen lassen“. Er räumte ein: „Allensbach war einfach die bessere Mannschaft“.

Erschwerend kam hinzu: Offensichtlich ließen sich die Schiedsrichter von der großen Kulisse beeindrucken. „Die 50/50-Entscheidungen hatten wir alle gegen uns“, befand von Frankenberg. Dies wäre zu verkraften gewesen. Was aber an die Moral ging: Die unterschiedliche Auslegung von Abwehrverhalten und Offensivspiel: „Wir kriegen für jede Abwehraktion zwei Minuten, bei Allensbach gibt es nix“, kritisierte der ESV-Coach, „und im Angriff kann der Gegner bis zum Tor oder dem Siebenmeter spielen – bei uns wird nach dreimal durchspielen Zeitspiel angezeigt“. Nach viermonatiger Verletzungspause feierte Anna Fuhrmann ein viertelstündiges Comeback.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung

Von Gerd Winkler