Damen 1 vs. TV Nellingen / Damen 2 vs. DJK Rimpa [MZ]

ESV-Arbeitssieg im sanierten Bunker

Drittliga-Frauen des ESV mühen sich zu 25:20 über Nellingen.

Von Gerd Winkler, MZ

Bei der Rückkehr in die sanierte ESV-Halle, dem sogenannten „Bunker“, feierten die Drittliga-Frauen des ESV 1927 Regensburg einen 25:20 (15:11)-Erfolg über den TV Nellingen. Weil Spitzenreiter TuS Metzingen II in Allensbach mit 29:35 verloren hat, konnte der Rückstand bis auf einen Zähler verkürzt werden. Stolpert am Sonntag Metzingen auch gegen Wolfschlugen, kann der ESV im Parallelspiel mit einem Sieg bei der SG Kappelwindeck/Steinbach erstmals seit dem 21. Dezember die Spitze erklimmen. Mehr Premiere geht nicht: Die ESV-Akteure konnten kein Training in der neuen, sprich alten Umgebung absolvieren, um sich halbwegs zu akklimatisieren. Premiere Teil II: Im Spiel eins nach der Trennung von Trainer Stefan von Frankenberg übernahmen Co-Trainer Jan Kauer und Männer-Coach Bernie Goldbach interimsmäßig.

Der erste Regensburger Ballkontakt nach 27-monatiger Abstinenz war Torfrau Kristina Hurtova bei 0:32 vorbehalten – die Gäste hatten Anwurf. Die 450 Zuschauer, darunter Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, kamen in den Genuss eines 6:1-Starts (6.), ehe Nellingens Trainerin Veronika Goldammer per Auszeit die Notbremse zog. Fortan mutig auftretend streuten die Gäste mit flexibler Abwehrarbeit Sand ins Getriebe des ESV-Spiels – ohne jedoch die Führung in Gefahr (7:4, 11:7) zu bringen.

Ein unbequemer Gegner

Weil die Eisenbahner Großchancen liegenließen (31., 34., 39) und bei fahrigen Kreisanspielen (35., 37., 41., 53.) den Ball verloren, war ein klares Absetzen nicht drin (18:13, 22:18). „Nach dem Trainerwechsel bist du mit Selbstvertrauen nicht vollgepumpt. Mir war klar, dass das Spiel ein schwieriger Weg wird“, bilanzierte Goldbach: „Es war enorm Druck auf dem Kessel, ich finde, das haben die Mädels gut gemeistert“. Zudem habe Nellingen Widerstand geleistet: „Die haben viele Spiele nur mit zwei, drei Toren Unterschied verloren, das ist eine sehr unbequem zu spielende Mannschaft“. Mal hätte der Gegner mit offensiven Abwehrhalben gespielt, „dann auf eine 3:3-Formation umgestellt, und dann spielen die wieder defensiver“. Gästetrainerin Goldammer war mit der Leistung „zufrieden, das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“. Die Taktik sei aufgegangen: „Wir haben Regensburgs Angriff unter Druck gesetzt, die hatten extreme Probleme, Lösungen zu finden“. Es sei nicht gelungen, mehr Kapital aus den Gegenstößen zu schlagen.

Landesliga-Leader ESV 1927 II hat unterdessen in Rimpar mit 30:19 (18:8) den nächsten Kantersieg eingefahren. Isabell Toths Treffer zum 23:14 (42.) war bereits der 500. Saisontreffer. „Alle Mädels bekamen ihre Einsatzzeiten, ich konnte Alternativen testen“, kommentierte Übungsleiter Daniel Kessler unaufgeregt.

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