Damen 1 verlieren gegen Allensbach

Sechs Regensburger Tore in der zweiten Halbzeit reichen zu keinem Drittliga-Zähler.

Zehn Heimspiele, drei Siege, ein Remis und nun die sechste Pleite: Der Anhang der Blau-Schwarzen muss in dieser Saison einiges in Kauf nehmen und wird oft vor Geduldsproben gestellt. Am Willen und Wollen liegt es nicht, aber im Positionsangriff tut sich die Truppe von Trainerin Judith Pimpl diese Saison schwer, die richtigen Mittel und Lösungen zu finden.

Nur der Vorletzte TV Brombach hat weniger Treffer erzielt. Samstagabend durfte bis zur Pause gehofft werden, obwohl mit Mirela Negrutiu-Chirila, Anna Fuhrmann und Laura Ehlis drei gesetzte Spielerinnen fehlten. In der Schaltzentrale war Natascha Weber für die Ballverteilung verantwortlich, auf dem rechten Flügel hatte zunächst Mariella Bertuccini die undankbare Aufgabe als Rechtshänderin Negrutiu-Chirila zu vertreten. Im Gehäuse stand Routinier Ines Flesch.

Der ESV traf auf ein ersatzgeschwächtes Team mit nur acht Feldspielerinnen, das von der Statur her mehr an eine A-Jugend als auf eine in die Zweite Bundesliga schielende Frauen-Mannschaft schließen ließ: Lauter Leichtgewichte, teilweise zerbrechlich wirkend und größenmäßig den Einheimischen unterlegen.

Aber: Sehr lauffreudig, einen strammen Ball spielend und wo jede weiß, wie und wohin sich die Nebenspielerin bewegt. Im Rückraum passte bei den Gästen das Timing, die Werferin wurde punktgenau in die Nahtstelle der ESV-Abwehr geschickt.

Verloren hat Regensburg die Partie aber nicht in der Positionsabwehr, sondern im Positionsangriff. Gegen Allensbachs wechselnde sehr offensive Abwehrformationen gab es im ersten Abschnitt “irgendwie” ein Durchkommen. Nach dem Wechsel legte der SV am eigenen Kreis einen Zahn zu. Doch anstatt sich zu bewegen, die Räume zu nutzen, das Anspiel zu fordern, gab’s Ballgeschiebe in die Breite – oder eine Einzelaktion von Junioren-Nationalspielerin Franzi Peter.

ESV 1927 Regensburg – SV Allensbach 17:24 (11:11)

Spielfilm: 3:1, 4:6, 6:7, 7:9, 9:10, 11:11 – 11:15, 12:17, 13:19, 16:19, 17:24.
Strafwürfe: 2/1 – 5/3.
Tore: Peter 8/1, Haberkorn 3, Weber 2, Mooser, Rektorschik, Bertuccini, Vlachova je 1.

 

Von Gerd Winkler, MZ

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