Damen 1 mit 31:26-Auswärtssieg

Gesagt, getan: Damen I holen sich 31:26-Auswärtserfolg in Kandel

Kandel/Regensburg. Gesagt, getan. Die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg setzten eindrucksvoll am Samstagabend ihr Vorhaben um, sich beim TSV Kandel die am ersten Spieltag bei der äußerst unglücklichen 23:24-Heimniederlage gegen die TSG Ketsch II verlorenen Punkte zurückzuholen. Spielmacherin Natascha Weber („Das machen wir gegen Kandel wieder gut.“) marschierte bei der bärenstarken Mannschaftsleistung beim 31:26(14:13)-Erfolg voran und war mit sieben Treffern erneut beste Werferin ihrer Farben.

Dabei war der Vorjahressiebte aus Rheinland-Pfalz, der sein Auftaktspiel auswärts klar gewonnen hatte, nicht nur aufgrund des Heimvorteils als Favorit in die Partie gegangen. Dem ESV war dies aber herzlich egal: Die 4:2-Führung der Oberpfälzerinnen zwang TSV-Trainer Eyub Erden schon nach 8:32 gespielten Minuten zur Auszeit.

Doch auch im Anschluss waren die Gäste, bei denen sich auch die Rückkehr der gegen Ketsch schmerzlich vermissten Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila (fünf Tore) sehr positiv bemerkbar machte, die bessere Mannschaft. Regensburg baute die Führung auf 12:8 aus und hatte alles im Griff. Dann passte aber die Absprachen auf einmal nicht mehr und der Vorsprung schmolz auf ein knappes 14:13 zur Pause hin.

Trainer von Stefan von Frankenberg fand in der Kabine deutliche Worte und bläute seinem Team noch einmal ein, die Siegchance nicht leichtfertig aus der Hand zu geben. „Ich habe den Mädels gesagt: Wenn wir das Spiel bis zur 50. Minute offen gestalten, gewinnen wir es mit unserer Fitness.“

Und der neue Coach sollte Recht behalten, auch wenn sich nach Wiederanpfiff zunächst erstmal Kandel eine knappe 18:17-Führung sicherte. Gestützt auf eine tolle Vorstellung von Torhüterin Chiara Zellner, die in der Partie gleich mehrere „Hundertprozentige“ des TSV zunichtemachte, holte sich der ESV aber die Führung zurück.

Zellner wurde dabei von ihrer Positionskollegin Franzi Ruzicka, die sage und schreibe vier Kandel-Strafwürfe parieren konnte, mustergültig ergänzt. Die deutliche Siebenmeterverteilung von 9:2 zu Ungunsten des ESV akzeptierte von Frankenberg übrigens klaglos: „Die Pfiffe waren berechtigt. Kandel ist konsequent auf die Lücken gegangen, da können wir uns noch etwas abschauen.“

Im wahrsten Sinne des Wortes großen Anteil hatte auch die gerade erst 19-jährige Julia Drachsler bei ihrem Drittligadebüt. Die 1,93-Meter-Kreisläuferin verbuchte drei ihrer vier Treffer in der entscheidenden Phase. Nach etwas über 50 Minuten traf die ebenfalls sehr gute Anna Fuhrmann zum 27:21, da sich das Heimteam an der nun „sensationellen Deckung“ (von Frankenberg) die Zähne ausbiss.

Wechselnd mit Manndeckung oder einer bissigen 3:2:1-Formation konfrontiert, wurde Kandel verunsichert und zu Ballverlusten gezwungen. Daraus resultierten einfache Kontertore für den ESV, der den 31:26-Erfolg routiniert über die Zeit brachte. Das Team feierte den ersten Saisonsieg ausgelassen und kann sich nun im Training bis zum Kräftemessen mit Titelkandidat Möglingen am 3. Oktober in eigener Halle weiter einspielen.

TSV Kandel : ESV 1927 Regensburg 26:31(13:14)

Spielfilm: 1:3, 2:5, 4:6, 5:8, 7:9, 8:12, 10:13, 13:14 – 14:15, 16:15, 18:17, 19:20, 20:22, 21:25, 22:27, 24:30, 26:31

Strafwürfe: 9/5 – 2/2

Strafminuten: 2 – 8

Tore ESV: Weber 7/2, Fuhrmann 6, Negrutiu-Chirila 5, Peter, Drachsler je 4, Albescu, Brockschmidt je 2, Bertuccini 1.

 

 

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