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Bunkerladies klettern auf Rang sieben

Auswärtssieg in Bremen

Die ESV-Damen überzeugten mit Tempohandball und einer geschlossenen Mannschaftsleistung

Der ESV 1927 Regensburg bleibt auch im dritten Spiel in Serie in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ungeschlagen: Die Bunkerladies gewannen am Samstagabend verdient mit 31:27(15:13) beim SV Werder Bremen. Mit nun 6:6 Punkten belegt der Aufsteiger einen hervorragenden siebten Platz im 16er-Feld. 

Die Partie war im Vorfeld eine Zeit auf der Kippe gestanden, denn vor Wochenfrist hatten die Grün-Weißen ihr Heimspiel gegen Nord Harrislee aufgrund Spielermangels verlegen müssen. Außer den Langzeitverletzten und den unter der Woche verpflichteten Erstliga-Neuzugang Alina Otto konnte das Heimteam aber wieder alle kurzfristig ausgefallenen Spielerinnen aufbieten. Da auch bei Regensburg vier Leistungsträgerinnen fehlten, durfte man von einem Duell auf Augenhöhe ausgehen.

Bremens Trainer Robert Nijdam hatte sein Team auf einen Heimsieg eingeschworen und wollte mit einem Zweier nach Pluspunkten mit dem kessen Aufsteiger aus der Oberpfalz gleichziehen. Der hatte seinerseits ganz anderes im Sinn: Mit dem Selbstvertrauen von zwei Unentschieden in Serie sollte rund 700 Kilometer entfernt von der Heimat der erste Auswärtssieg eingefahren werden.

Der ESV kombinierte von Beginn an sehr gut und spielte sich eine Vielzahl von Möglichkeiten heraus. Hätte der Pfosten nicht fünfmal für Bremen gerettet, wäre der zwischenzeitliche Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste höher ausgefallen. Nach gut 15 Minuten musste der ESV dann einen Schock verdauen: Keeperin Natalia Krupa, die sich unter der Woche im Training ein Veilchen zugezogen hatte, wurde bei einem Konter am Kopf getroffen und musste ausgewechselt und behandelt werden.

Die 18-jährige Nachwuchskeeperin Norá Mestyán wurde ins kalte Wasser geworfen und konnte in ihrer rund zehnminütigen Einsatzzeit zwei Möglichkeiten vereiteln, bevor kurz vor dem Seitenwechsel Krupa wieder ins ESV-Gehäuse rückte. Die 15:13-Führung zur Pause war ein gutes Zwischenergebnis und das Fazit der Kabinenansprache eindeutig: „Wir sind die bessere Mannschaft und drücken weiter aufs Tempo“, schwor die aus der Nähe von Bremen stammende Spielmacherin Anna Fuhrmann ihre Farben kurz vor Wiederanpfiff ein.

Gesagt, getan. Der ESV setzte die Bremer Deckung mit seinem schnellen Spiel unter Dauerdruck und war von allen Positionen torgefährlich. Eine kritische Phase, als Werder in Überzahl auf ein Tor (19:20) herangekommen war, beendete Amelie Bayerl mit einem Kracher in den Giebel. Bremen versuchte dann, ESV-Linkshänderin Franzi Peter mit einer kurzen Deckung aus dem Spiel zu nehmen. Die sich nun bietenden Räume nutzten hauptsächlich Bayerl und Kreisläuferin Julia Drachsler aus. Auch vom Siebenmeterpunkt behielten Nicole Schiegerl und Johanna Brennauer die Nerven und eine blütenweiße Weste.

So gewann Regensburg, das alle zwölf verfügbaren Spielerinnen eingesetzt hatte, auch den zweiten Durchgang mit zwei Treffern. „Ich bin sehr stolz auf die Mädels, die sich als Einheit präsentiert und wieder eine starke Leistung abgerufen haben“, freute sich Coach Csaba Szücs. „Der siebte Tabellenplatz ist eine schöne Momentaufnahme, interessiert mich aber nicht wirklich. Wir brauchen noch viele Punkte für den Klassenerhalt.“ Zähler gegen direkte Konkurrenten wie Bremen sind dabei besonders wertvoll. „Ich gehe davon aus, dass wir rund 20 Punkte benötigen werden“, sagte der Sportliche Leiter Robert Torunsky. „Großes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat zum zweiten Mal in acht Tagen bewiesen, dass sie ersatzgeschwächt auch in fremden Hallen ihren Tempohandball durchziehen und bestehen kann.“

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Natalia Krupa, Norá Mestyán

Feld: Amelie Bayerl 6, Julia Drachsler, Franziska Peter je 5, Johanna Brennauer 5/3, Nicole Schiegerl 4/2, Anna Fuhrmann, Sara Mustafic je 2, Carina Vetter, Lea Röhrl je 1 sowie Melanie Kapser.

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