Kommende Spiele

Nächstes Heimspiel

Bunkerladies empfangen die „Kuties“

Gute Stimmung im Team | Freibier für „Trachtler“ | 3G-Regel für die Zuschauerinnen und Zuschauer

Fünf lange Wochen mussten die Fans des ESV 1927 Regensburg auf ein Heimspiel ihrer Bunkerladies warten: Am Samstag ab 19:30 Uhr fliegt nun endlich wieder das geharzte Leder in der Sporthalle an der Dechbettener Brücke. Mit der SG H2Ku Herrenberg kommt der Vorjahresdritte an die Donau gereist. In der Halle gilt am Samstag die 3G-Regel

Die zwischen Stuttgart und Tübingen gelegene Spielgemeinschaft ist ein alter Bekannter aus Drittliga-Zeiten. 2014 trennten sich die Wege und seitdem sind die „Kuties“ Dauergast in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Im vergangenen Jahr schnupperte das Team von Trainer Mike Leibssle lange am Aufstieg in die 1. Liga, der aber nach Vereinsangaben „wirtschaftlich und sportlich keinen Sinn“ gemacht hätte. Die SG musste mit der aktuellen Liga-Toptorschützin Kerstin Foth und Carolin Henze (beide Nürtingen) sowie Rechtsaußen Saskia Hiller und Anika Bissel vier prominente Spielerinnen abgeben. Bissel hätte nur allzu gerne gegen ihren Ex-Verein ihre Premiere im ESV-Trikot gefeiert, muss sich aber weiter in Geduld üben.

Mit Rechtsaußen Tanja Padutsch kam für den rechten Flügel aber eine starke Spielerin aus Waiblingen zu den Kuties, dazu ging der Verein mit Bundesligist TuS Metzingen eine Kooperation ein: Neben Talent Rebecca Rott besteht die Möglichkeit, auch auf die Linkshänderinnen Anna Albek und Britt van der Baan zurückzugreifen. Vor Wochenfrist hatte Leibssle gegen den MTV Heide trotzdem Co-Trainerin Sarah Neubrandner, ältere Schwester von Torjägerin Lea Neubrandner, reaktivieren müssen. Das Gleiche hatte der Kuties-Coach eine Woche zuvor bereits mit Sulamith Klein gemacht. Die Routiniers konnten die vor allem in der Deutlichkeit überraschende 29:42-Heimpleite gegen den ESV-Mitaufsteiger nicht verhindern können. Die Leistung hatte Leibssle mit „geht nicht mehr schlechter“ beschrieben.

Überrascht, allerdings im positiven Sinne, haben auch die Bunkerladies. Trotz der Personalsorgen blieb der ESV im dritten Spiel in Serie ungeschlagen. Der 31:27-Auswärtssieg in Bremen sorgte für ein ausgeglichenes Punkteverhältnis (6:6) und den Sprung auf Platz sieben des 16er-Feldes. In eigener Halle haben die Regensburgerinnen bislang immer überzeugt und werden wieder alles in die Waagschale werfen, um die nächsten Punkte für das Saisonziel „Klassenerhalt“ zu sammeln. Mit 4:8 Punkten steht der Gegner vor dem Anpfiff unter Druck, aber angeschlagene Boxer sind bekanntlich die Gefährlichsten.

Der ESV wird alles daran setzen, mit den eigenen lautstarken Fans im Rücken die Euphoriewelle weiter zu reiten und die Punkte im „Bunker“ zu behalten. Damit könnte ein weiteres Team erstmal distanziert werden. Personell dürfte es für Trainer Csaba Szücs auf den Kader des Bremen-Spiels rauslaufen. Bei Linkshänderin Julia Smidéliusz (Wade) könnte es wohlmöglich für eine Rückkehr ins Aufgebot reichen, für Nicole Lederer (Daumen) kommt das wohl noch zu früh.

Die ESV-Handballabteilung möchte den ersten großen Heimspieltag mit einer kleinen Zuschauer-Aktion unter dem Titel „Oktoberfest“ begehen. „Wir möchten mit unserem Image als einziger bayerischer Vertreter in den Frauen-Bundesligen kokettieren und hoffen, dass möglichst viele Zuschauer in Tracht auf der Tribüne sein werden“, sagt Abteilungsleiter Dieter Müller.  Wer in Dirndl oder Lederhose kommt, erhält ein Freigetränk aus dem Haus Bischofshof, offizieller Bier-Sponsor der Damen.

Kurios:

In seinen sechs Partien hat der ESV durch den Auswärtssieg in Bremen nun bereits alle sechs möglichen Ergebniskonstellationen realisiert. Zu Hause gab es eine Heimniederlage gegen die Füchse Berlin (22:25), einen 31:24-Sieg über Nord Harrislee und das 26:26 gegen Lintfort, auswärts folgten dem 23:37 bei Frisch Auf! Göppingen, das 30:30 bei der TG Nürtingen und jüngst der 31:27-Erfolg in Bremen. In den bislang absolvierten 47 Spielen der Handball-Bundesliga gab es bislang nur zwei Unentschieden – beide mit Regensburger Beteiligung.

Foto: H.C. Wagner

„Oktoberfest“:

Jeder Zuschauer, der in Tracht erscheint, erhält ein Freigetränk. Zum großen Heimspieltag gehört auch der Saisoneinstand der ersten Herrenmannschaft in der Bezirksoberliga gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld um 14 Uhr sowie das richtungsweisende Heimspiel der Damen 2 in der Bayernliga gegen den MTV Stadeln um 16 Uhr.  

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