Kommende Spiele

Nächstes Heimspiel

Bunker Ladies nehmen erste Hürde im Aufstieg zur 2. Bundesliga

ESV-Handball-Damen gewinnen mit klarem 29:20 (18:9) beim Frankfurter HC 

Frankfurt (Oder)/Regensburg – Besser hätte es für den ESV 1927 Regensburg zum Auftakt in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga kaum laufen können: Die Bunker Ladies gewannen am Sonntag mit 29:20(18:9) beim Frankfurter HC. Dabei bestätigte das Team von Trainer Csaba Szücs nach über sechsmonatiger Pflichtspielpause nicht nur die hervorragenden Trainingseindrücke, sondern auch die bekannte Auswärtsstärke. Nächsten Sonntag reisen die Bunker Ladies zum TV Aldekerk 07 zum zweiten Spiel.

In der zweiten Minute gelang Franzi Peter der 1:0-Führungstreffer – der Auftakt in eine brillante erste Spielhälfte. Die 6:0-Deckung wurde punktuell sehr offensiv interpretiert, was den ambitionierten Brandenburgerinnen überhaupt nicht schmeckte. ESV-Keeperin Natalia Krupa brachte die Ballgewinne immer sehr schnell ins Spiel und die Oberpfälzerinnen konterten den FHC klassisch aus. Frankfurt hatte sich bereits in der fünften Minute durch eine Rote Karte bei einem unnötigen Foul an Nicole Schiegerl selbst geschwächt.

Dem ehemaligen Deutschen Meister gelang erst in der neunten Minute der erste Treffer durch Anja Ziemer, die nicht nur vom Siebenmeterpunkt eine Bank war. Die Mitspielerinnen der Rechtsaußen hatten – auch erzwungen durch die griffige ESV-Defensive und die stark parierende Krupa – weit weniger Wurfglück: Nur drei Feldtore sollten dem Heimteam bis zum 9:18-Halbzeitstand gelingen, auf Gästeseite waren es deren 17.

Nicole Lederer (11), die am Spieltag ihren 26. Geburtstag feierte, trug drei Feldtore 
             zum Erfolg in Frankfurt/Oder bei. Foto: H.C. Wagner

Wer angesichts des klaren Zwischenstandes zur Halbzeit mit einem Durchmarsch der Regensburgerinnen gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Handballspiele verlaufen fast immer in Wellen – und so sollte es auch in diesem Duell sein. Nach Wiederanpfiff hatte der ESV Wurfpech mit zwei Pfostentreffern, dazu steigerte sich FHC-Keeperin Valeryia Kurliandchyck enorm. Coach Szücs wollte das Aufbegehren der Oderstädterinnen mit einer frühen Auszeit in der 34. Minute entgegenwirken, doch die Worte des erfahrenen Coaches drangen in dieser Phase nicht wie sonst und gewünscht durch. Zwei diskutable Stürmerfoulentscheidungen der ansonsten gut agierenden Unparteiischen befeuerten die Aufholjagd des FHC.

Seine Spielerinnen machten es Szücs auch nicht leicht, denn die stärksten Abwehrspielerinnen hatten in der Offensive nun ein paar Fehlwürfe zu viel. Nach einem Tor von Geburtstagskind Nicole Lederer traf das Heimteam fünfmal in Serie und war in der 50. Minute auf einmal auf 18:20 herangekommen. Rückkehrerin Natascha Weber sorgte mit einem Treffer von Linksaußen für ein Aufatmen. Auch die Abwehrumstellung machte sich bezahlt: Amelie Bayerl zeigte hier nach ihrer Einwechslung eine bärenstarke Leistung und war neben Keeperin Krupa und ihren Gegenstoßpässen der Energizer für die Bunker Ladies.

Das intensive Fitnesstraining und die zusätzliche vierte Trainingseinheit pro Woche machten sich nun so richtig bezahlt. Der ESV dominierte die Schlussphase und feierte einen vor Anpfiff in der Höhe niemals für möglich gehaltenen 29:20-Erfolg. Trainer Csaba Szücs war nach Spielende gleichermaßen erleichtert wie stolz: „Das war eine sehr gute Leistung. Natürlich hatten wir 15 schwache Minuten, aber man darf nicht vergessen, dass Frankfurt eine starke Mannschaft und ein Spiel 60 Minuten hat.“ Der schwierige Spielplan zum Auftakt mit zwei Auswärtspartien zu Beginn könnte nach dem Erfolg nun ein Vorteil werden, aber die Regensburgerinnen tun weiterhin gut daran, maximal fokussiert an jedes Spiel heranzugehen. Am nächsten Sonntag wartet mit dem am ersten Spieltag spielfreie TV Aldekerk 07 ein völlig unbekannter Gegner, der Regensburg erneut alles abverlangen wird.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Natalia Krupa, Andrea Poschenrieder

Feld: Franziska Peter 8/1, Amelie Bayerl 6, Nicole Schiegerl 5/1, Nicole Lederer, Dorothee Mooser je 3, Natascha Weber 2, Julia Drachsler, Sophia Peter je 1 sowie Anna Fuhrmann, Annalena Kessler und Carina Vetter

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