Bittere Pleite für den ESV 

Handball Der abstiegsbedrohte Regensburger Drittligist verliert in Pforzheim.

Dritte Liga Süd: HSG TB/TG Pforzheim – ESV 1927 Regensburg 26:23 (13:12).

Sieben Heimspiele, sieben Pleiten, letzter Platz und seit kurzem mit dem Abwickeln der zum Saisonende aufzulösenden HSG beschäftigt – und trotzdem war Pforzheim am Samstagabend für die Gäste aus Regensburg eine Nummer zu groß. Es war der bisherige Tiefpunkt einer bereits misslungenen Saison für die abstiegsbedrohten Eisenbahner.

Seit dem 19. November (27:26 gegen den Vorletzten Birkenau) wartet die Crew von Trainerin Judith Pimpl auf einen Sieg. Während der nun anstehenden zwei spielfreien Wochenenden droht dem ESV das Abrutschen auf den Abstiegsrelegationsplatz, wenn der einen Zähler schlechter dastehende TV Brombach in Waiblingen und gegen Bietigheim II punktet.

Bezeichnend für die an Tempo aufnehmende Talfahrt waren der frustrierende Anfang und das bittere Ende in Pforzheim: Nach nicht mal einer Minute vergeigte Franzi Peter einen Strafwurf. Und 22:24 (57.45) in Rückstand liegend, handelte sich Mariella Bertuccini eine Zeitstrafe ein – wegen fehlenden Abstands bei einem Pforzheimer Freiwurf.

Zudem zeigten sich die Blau-Schwarzen als Team in den Anfangsminuten völlig indisponiert: Schon in der siebten Minute musste Pimpl eine Auszeit ziehen – bei 1:6! Und wenn gut herausgespielte Chancen teilweise neben dem Gehäuse landen, nagt das zusätzlich am Selbstvertrauen. “Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen”, bilanzierte Trainerin Judith Pimpl nach der neunten sieglosen Partie in Serie.

Eine Folge der Personalmisere, die sich in Pforzheim zuspitzte: Eigentlich nicht spielfähig, mussten Laura Ehlis (Wurfschulter) und Natascha Weber (Bänderriss) aushelfen, um den Engpass auf Rückraum Mitte zu überbrücken. Eingeschränkt musste Pimpl in der Defensive taktieren und war auf eine 6:0-Deckung beschränkt.

An eine alternative 5:1-Variante war nicht zu denken. Das Schlusslicht setzte derweil auf einen siebten Feldspieler, in Unterzahl auf einen sechsten. Bei Balleroberungen machten die Gäste wenig daraus. “Wir haben einfach nicht schnell genug die Situationen erfasst”, monierte Pimpl die vielen Fehlwürfe aus der eigenen Hälfte bei leerem HSG-Tor.

Pforzheim – ESV 1927 26:23 (13:12)

Spielfilm: 6:1, 7:4, 10:5, 12:8, 13:12 – 16:13, 18:15, 21:16, 22:19, 24:20, 25:22, 26:23.

Strafwürfe: 4/2 – 6/5.

Strafen: 4 (13., 39.) – 6 (25., 37., 58.).

Auszeiten: 17., 51. – 7., 45.

Tore ESV: Peter 5, Baumgardten 5/5, Haberkorn, Bertuccini, Albescu je 3, Negrutiu-Chirila 2, Elze, Vlachova je 1.

Von Gerd Winkler, MZ

 

 

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