Berichte zu Damen 1 & 2 [MZ]

ESV 1927 trotzt den Turbulenzen

Den Regensburgerinnen gelingt die Halbzeitmeisterschaft. Die Bayernliga-Adler gehen in München derweil leer aus.


Von Gerd Winkler

Nach der Krisensitzung im Anschluss an das Abschlusstraining sowie tags darauf dem Rücktritt von Co-Trainer Ingo Gömmel haben die Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg beim Ex-Zweitligisten HCD Gröbenzell 36:29 (19:16) gewonnen. Dank der Auswärtszähler acht und neun im fünften Gastspiel konnte der Topfavorit für den Titel in der 3. Liga Süd am letzten Vorrundenspieltag die Halbzeitmeisterschaft perfekt machen.

Eine Woche nach der 24:26-Heimpleite gegen den TSV Haunstetten präsentierten sich die Schützlinge von Trainers Stefan von Frankenberg deutlich nervenstärker. In der Sporthalle Königswiesen verballerten Franzi Peter & Co. sämtliche drei Strafwürfe, nun am Samstagabend fanden sämtliche fünf Versuche vom „Punkt“ den Weg ins Ziel. Während Isabell Toth parallel das Landesliga-Team mit sieben Feldtoren zum 25:20-Erfolg beim 1. FC Nürnberg führte, trumpfte Amelie Bayerl an alter Wirkungsstätte groß auf. Die Ex-Junioren-Nationalspielerin erzielte in Gröbenzell zehn Feldtore, hatte großen Anteil an deren dritten Pleite am Stück.

Aussprache in der Kabine

Die große Anspannung der letzten Tage und Wochen löste sich vor dem Anwurf bei einer Kabinenaussprache. Coach von Frankenberg stellte final die Vertrauensfrage: „Wenn ihr der Meinung seid, dass wir es in dieser neuen Konstellation nicht schaffen, ist das heute mein letztes Spiel“. Mit einem eindeutigen Votum und wild entschlossen habe seine Mannschaft die Kabine verlassen, berichtete der erleichterte Trainer: „Vielleicht habe ich das eine oder andere falsch eingeschätzt oder unterschätzt. Wir drücken jetzt auf die Reset-Taste. Nach der Weihnachtspause greifen wir voll an“. Frei nach dem Motto: „Kein Schaden ohne Nutzen“.

Vorletzter Schritt zur Herbstmeisterschaft

Unterdessen hat ESV 1927 II mit dem 25:20 (12:7)-Erfolg beim 1. FC Nürnberg den vorletzten Schritt zur Halbzeitmeisterschaft gemacht. Die kann am 11. Januar im letzten Vorrundenspiel gegen Herzogenaurach II unter Dach und Fach gebracht werden. Am Samstagnachmittag profitierte der ESV von der desaströsen Siebenmeter-Ausbeute Nürnbergs: Von neun Versuchen landete nur einer im Gehäuse, fünf Schützinnen wurden von Torfrau Andrea Poschenrieder verschlissen.

Dass der ESV auch nur einen von drei Strafwürfen nutzte, verkam aufgrund des klaren Spielverlaufs (10:19, 11:23) zur Randnotiz. Coach Daniel Kessler berichtete von einer „überragend aktiven ballorientierten 6:0-Abwehr mit viel Ballgewinnen“. Derweil lief Nürnbergs kurze Deckung gegen Isabell Todt „ins Leere, die Nebenleute nutzten die Räume“.

ESV 27 Regensbg. II vs. SC 04 Schwabach

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