Bericht TSV Haunstetten vs. ESV 1927 [MZ]

Technische Fehler entscheiden das Derby

von Gerd Winkler, MZ 

Der Fehlstart im neuen Jahr der Drittliga-Frauen des ESV 1927 Regensburg ist perfekt: Dem 29:30 beim Abstiegskandidaten TG Pforzheim folgte nun die 30:34 (12:15)-Pleite beim heuer kleinere Brötchen backenden TSV Haunstetten. Damit kassierte der ESV in fünf Spielen, ausgenommen vom 21:19-Sieg vor Weihnachten gegen den Zweiten SV Allensbach, das vierten Mal 30 Gegentore und mehr. Für Haunstetten war es im 14. Saisonspiel die höchste Ausbeute. Nur Schlusslicht SG Bietigheim hat in der Summe bisher weniger ins Schwarze getroffen.

Wie im Vorfeld befürchtet, fiel die kränkelnde Torjägerin Franzi Peter in Regensburgs Rückraum aus. Derweil kam die vom spielfreien Landesliga-Team hochgezogene Carina Vetter auf Linksaußen zum Drittliga-Debüt. Früh belastet mit je zwei Strafzeiten waren Anna Fuhrmann (13., 24.) und Nicole Lederer (15., 28.). Wobei sich der ESV in den Unterzahlspielen mit 3:4 Treffern achtbar aus der Affäre zog.

Die Vorentscheidung fiel binnen 48 Sekunden, als die Einheimischen von 26:23 auf 29:23 (49.) erhöhten. Als Matchwinnerin avancierte beim Ex-Zweitligisten Sarah Irmler. Die Halblinks versiebte zwar zwei Strafwürfe, netzte aber aus dem Spiel heraus zehnmal ein. Am treffsichersten beim ESV zeigten sich Halblinks Nicole Lederer und Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila mit je fünf Feldtoren.

Gegen die traditionell offensive 3:2:1-Deckung Haunstettens verloren die Blau-Schwarzen im Positionsangriff die Partie. „Der Gegner hat uns gnadenlos ausgekontert. Aber nicht weil wir verworfen haben, sondern wir uns so viele technische Fehler erlaubt haben“, klagte Coach Stefan von Frankenberg. An sich hätte seine Crew für die 30 Tore wenig Fehlversuche gehabt. Wobei Anspiele an den Kreis bzw. sich dort durchzusetzen Seltenheitswert hatte(n). Ein Lichtblick für von Frankenberg war die beste Saisonleistung von Neuzugang Lederer sowie die Abwehrarbeit von Newcomerin Vetter.

Derweil befand Haunstettens Trainer-Haudegen Herbert Vornehm, dass das gesamte Defensivverhalten seiner Truppe entscheidend war: „Wenn du Regensburg spielen lässt, wird es gefährlich. Wir haben rechtzeitig den Spielfluss unterbunden“. Zudem habe das Rückwärtsverhalten gegriffen. Durch frühzeitiges Festmachen der Ballführenden konnten sich der TSV am eigenen Kreis formieren.

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