Bericht HSG Naabtal vs. ESV 1927 [MZ]

Turbulente Punkteteilung

Von Gerd Winkler, MZ

Ein Unentschieden, das keiner Mannschaft so richtig weiterhilft und minutenlange Turbulenzen nach der Schlusssirene: Das 29:29 (13:15) im Oberpfalz-Derby zwischen der SG Naabtal und dem ESV 1927 Regensburg in der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern hat kurz- und mittelfristige Folgen. Die durch den sich abzeichnenden „verschärften Abstieg“ aus der Landesliga um den BOL-Erhalt zitternden Hausherren ist die Punkteteilung nach zuvor vier Pleiten kein Befreiungsschlag. Die Eisenbahner haben im Kampf um die Meisterschaft nun drei Spieltag vor Ultimo einen Zähler Rückstand sowie den schlechteren Direktverglich gegenüber Tabellenführer HC Erlangen III.

Schon das ganze Spiel zuvor fühlte sich der ESV vom Schiedsrichter-Duo benachteiligt, ehe ein nicht geforderter Strafwurf im letzten Angriff das Fass zum Überlaufen brachte. Spielmacher Benedikt Fuchs ging auf die Nahtstelle, hatte Körperkontakt und ballerte das Leder an den Pfosten. Die Gäste forderten vehement einen Strafstoß, der nicht gepfiffen wurde. Sekunden später ertönte die Schlusssirene. Trainer Bernie Goldbach und zwei Spieler lieferten sich ein langes Wortgefecht mit den Unparteiischen, in denen es zu Beleidigungen gekommen sein soll. Die Konsequenz tags darauf am Montagnachmittag: Geldstrafe für Goldbach so wie Sperren gegen die beiden Spieler.

„Das war eine astreine Siebenmeter-Situation, die haben uns vorsätzlich das ganze Spiel benachteiligt“, polterte ESV-Coach Bernie Goldbach im Nachgang: „Das hat mit Handball nicht mehr zu tun, wenn mit zweierlei Maßstabe gepfiffen wird. Da brauchen wir nicht mehr trainieren!“ Fassungslos machten Goldbach auch die zehn Strafen ab der 36. Minute: „Sogar die gegnerischen Spieler und die Zuschauer haben den Kopf geschüttelt“. Einer der unter Beschuss genommenen Unparteiischen rechtfertigte sich gegenüber der MZ: „Sicher war der Schütze leicht behindert, aber für so eine Aktion gibt es Spiel oft keinen Strafwurf“. Angesprochen auf die Zeitstrafenflut sagte er: „Das Trikotziehen ist kürzlich bei der Weltmeisterschaft schon rigoros gepfiffen worden. In der ersten Halbzeit haben das schon geahndet“.

Derweil war Naabtals Co-Trainer Max Standecker hochzufrieden: „Die kämpferische Einstellung und den Schwung müssen wir für die nächsten Spiel mitnehmen“.

Spielfilm: 3:2, 7:3, 9:5, 11:7, 12:13, 13:15 – 17:16, 19:18, 21:20, 23:22, 25:24, 27:26, 29:28, 29:29. Strafwürfe: 5/5 – 5/5. Strafminuten: 14 – 22. Tore: Weh 7, Harrieder 7/5, C. Deml 5, V. Deml 3, Bürger, Standecker je 2, Raab, Steinbauer, N. Deml – Ehlis 8, Fuchs 8/5, S. Müller 5, Simbeck, Moritz je 2, Oursin, Mertens, Same, Bayer.

Link zum Video

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