Bericht ESV 1927 vs. HCD Gröbenzell [MZ]

Regensburgs Minikader ist dem HCD Gröbenzell nicht gewachsen

Trotz 28:36-Niederlage beim Zweitliga-Absteiger bleiben die ESV-Frauen an der Drittliga-Spitze.

 

von Gerd Winkler, MZ

 

Am fünften Spieltag der Dritten Liga Süd mussten die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg erstmals die Segel streichen. Mit dem letzten Aufgebot unterlagen die Blau-Schwarzen bei Zweitliga-Absteiger HCD Gröbenzell 28:36 (13:21). Vor dem Anwurf war klar, dass die Tabellenspitze in Regensburger Hand bleibt, wobei das Spitzenquartett jetzt nur noch ein Verlustpunkt trennt.

Zu den acht Feldspielerinnen, von denen Andrea Vlachova kränkelte, gehörten zwei nicht flexibel einsetzbare Kreisläuferinnen. Neben den Druck für Torfrau Kristýna Vidršperková, keinen Backup zu haben, waren auch Trainer Stefan von Frankenberg die Hände extrem gebunden. Im Positionsangriff konnte er mit den Linkshänderinnen Vlachova, Mirela Negrutiu-Chirila und Nicole Schiegerl zumindest auf der rechten Seite für Verschnaufpausen sorgen. Um die linke Offensivseite zu entlasten, setzte von Frankenberg phasenweise auf einen zweiten Kreis.

Unbeeindruckt von den Personalien gingen die Gäste das Tempo Gröbenzells von Beginn an mit. Es entwickelte sich schnelllebige Partie mit kaum längeren Ballpassagen im gebundenen Spiel. Dem HCD war im ersten Abschnitt der Wind nicht aus den Segeln zu nehmen. „Gröbenzell hat sehr überzeugend gespielt, wir haben alles versucht, aber es war nicht mehr drin“, resümierte von Frankenberg. Es hätten einfach die Wechselmöglichkeiten gefehlt. „Das Wichtigste war, dass wir uns nicht aufgegeben haben“, durfte er sich zumindest über die intakte Moral freuen, so dass sich der Rückstand nach der Pause nicht vergrößerte. Von Frankenbergs Fazit: „Wir müssen sehen, wo wir herkommen und wo Gröbenzell herkommt“.

HCD-Übungsleiter Hendrik Pleines, das siebte Jahr im Amt, begründete die klare Angelegenheit mit „sechzig Minuten extrem disziplinierten Spiel“. Das habe er so lange nicht mehr von seiner Truppe um Ex-ESVlerin Vera Balk (5 Tore) gesehen. Die Taktik sei aufgegangen: „Den Innenblock in Zweikämpfe verwickeln und dadurch im Zentrum Räume für die Nebenleute schaffen“. Pleines ergänzte: „Wir wussten, dass ohne Franzi Peter Regensburgs Innenblock nicht so eingespielt ist, das hat sich bewahrheitet“.

 

HCD Gröbenzell – ESV 27 Regensburg 36:28 (21:13).

Spielfilm: 2:3, 5:4, 8:6, 11:8, 14:10, 18:11, 21:13 – 23:15, 26:16, 28:18, 30:20, 31:23, 34:25, 36:28. Strafwürfe: 7/5 – 4/2. Strafminuten: 2 – 8. Tore ESV: Vlachova 8, Negrutiu-Chirila 5, Weber 5/2, Fuhrmann 3, Schiegerl 3/1, Mustafic 2, Popovici, Mooser.