Bericht Damen 1 vs. TuS Metzingen II

Als Achter über die Ziellinie

Das Drittliga-Team des ESV schaut bei Metzingens Titelfeier zu.

Von Gerd Winkler, MZ

 

REGENSBURG. Zum Abschluss der 3. Liga Süd 2017/18 unterlagen die Handballfrauen des ESV 27 Regensburg am Sonntag in eigener Halle dem Meister TuS Metzingen II mit 22:28 (11:12). Die erste Niederlage im “Bunker” seit dem 25. November (25:34 gegen Bietigheim II) hat jedoch keinen Einfluss auf die Endabrechnung: Die „Eisenbahnerinnen“ gehen als Achter des Zwölferfeldes über die Ziellinie und schafften damit souverän den Klassenerhalt. Grund zum Feiern hatten die nicht aufstiegsberechtigten Gäste: Weil Ex-Zweitligist TSV Haunstetten in Freiburg 18:26 verlor, machten sie sich mit der Drittliga-Titel im Gepäck auf die – bestimmt feuchtfröhliche – Heimreise.

“Bei uns war das unbedingte Wollen nicht da, der Gegner war wesentlich mehr fokussiert”, resümierte Abteilungsleiter Dieter Müller: “Metzingen konnte ja noch Meister werden, deswegen sind wohl auch Teile der Erstliga-Mannschaft bei denen aufgelaufen”.

Die Schwaben legten sich sofort mächtig ins Zeug, verwarfen einen Strafwurf (4.), lagen aber dennoch 3:0 vorne (6.). Die Einheimischen, deren U21-Quartett tags zuvor bei der ESV-Zweiten voll gefordert war, konnten nach dem 2:6 (11.) zweimal ausgleichen: zum 8:8 (21.) und 9:9 (22.). Auch nach dem Wechsel war Metzingen zu Beginn wieder wacher: 11:15 (34.). Diesmal gab’s aber für die Blau-Schwarzen kein Verkürzen oder gar Ausgleichen, denn Metzingens Torhüterin biss den ESV-Angreiferinnen zahlreiche Hochkaräter ab. War die exzellente Keeperin einmal geschlagen, rettete rund ein halbes Dutzend Mal das Gebälk für Metzingen.

Auch die Effektivität am gegnerischen Kreis war bei den Gästen höher, die in einem gutklassigen Spiel am Ende verdient gewannen. Dadurch stehen mit dem TuS Metzingen II und der SG BBM Bietigheim II zwei Reservemannschaften an der Spitze der Süd-Staffel, die nicht aufsteigen dürfen. Der TSV Haunstetten hätte zwar aufsteigen wollen, ist als Tabellendritter jedoch nicht aufstiegsberechtigt. So geht der dritte Aufstiegsplatz in Liga zwei an die HSG Gedern/Nidda aus der Ost-Staffel.

 

ESV 1927 Regensburg – TuS Metzingen II 22:28 (11:12). Spielfilm: 1:5, 5:6, 7:8, 9:10, 11:12 – 12:16, 14:18, 15:21, 18:22, 20:25, 22:28. Strafwürfe: 4/3 – 8/7. Strafminuten: 10 – 8. Tore ESV: Weber 5/2, F. Peter 4, Drachsler 4/1, Albescu, Negrutiu-Chirila, Fuhrmann, Brockschmidt je 2, Mooser 1.