Bericht Damen 1 vs. Ketsch II

Auftaktspiel-Fluch hält an: ESV-Damen unterliegen mit 23:24 gegen Ketsch II

 

Regensburg. Es ist wie verhext: Die Drittliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg können einfach ihr Saisonauftaktspiel nicht gewinnen. Diese ungeliebte Tradition fand am Samstag auch unter dem neuen Trainergespann Stefan von Frankenberg/Ingo Gömmel bei der hauchdünnen 23:24(10:12)-Heimniederlage gegen die TSG Ketsch II ihre Fortsetzung.  Die verlorenen Punkte waren extrem ärgerlich, denn die „Eisenbahnerinnen“ hatten sich mehr als genug gute Chancen herausgespielt. Einzig die Verwertung passte nicht: Co-Trainer Gömmel hatte nach dem Spiel 16 vergebene freie Möglichkeiten notiert: „Viel zu viel und dazu wurden viele der ausgelassenen Möglichkeiten im direkten Gegenzug bestraft.“

Gegen die Ketscher Juniorbären setzte von Frankenberg auf eine sehr junge Aufstellung. Auf Rechtsaußen war das allerdings ungeplant, denn die routinierte Linkshänderin Mirela Negrutiu-Chirila hatte wegen einer Wadenblessur passen müssen. Dadurch waren die beiden 22-Jährigen Außenspielerinnen Anna Fuhrmann und Linda Baumgardten die Alterspräsidentinnen unter den Feldspielern der ersten Sieben. Die Gäste aus der Kurpfalz waren die von den ESV-Trainern erwartete Wundertüte und hatten mit Lara Eckhardt (5/2 Tore) und Elena Fabritz (2) zwei Spielerinnen der spielfreien Zweitliga-Mannschaft als Verstärkung dabei.

Das Team von Trainer Adrian Fuladdjusch hatte sich also Einiges ausgerechnet und startete dementsprechend selbstbewusst. Die offensive 5:1-Deckung der Regensburgerinnen wurde anfangs zu leicht ausgehebelt, dafür sah der von der starken Spielmacherin Natascha Weber organisierte Angriff gut aus. Doch der ESV scheiterte zu oft an der starken Katja Heinzmann im TSG-Gehäuse und lief so immer einem Rückstand hinterher. Die Umstellung auf eine defensivere Abwehrformation entpuppte sich als richtig, doch die ausgelassenen Chancen auf der Gegenseite führten zu einem 10:12 zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Der ESV kämpfte vorbildlich, belohnte sich aber im Abschluss zu selten. Einige der Fahrkarten waren aber auch dem von den Unparteiischen  ungewöhnlich schnell angezeigten passiven Vorwarnzeichen geschuldet. Dennoch konnte der ESV zum 18:18 ausgleichen, verpasste in der Folge aber die Big Points. Die ausgelassenen ESV-Chancen nutzte Ketsch häufig mit Schnellangriffen abgeklärt und rettete so einen knappen, aber nicht unverdienten 24:23-Auswärtssieg über die Zeit. Stefan von Frankenberg war dementsprechend bedient: „Die Mädels haben alles gegeben, die Einstellung passte. Aber wir haben einfach zu viel liegengelassen und stehen deswegen ohne Punkt da. Das ist natürlich bitter.“

 

ESV 1927 Regensburg : TSG Ketsch II 23:24(10:12)

Spielfilm: 2:3, 3:5, 5:6, 6:8, 9:10, 10:12 – 11:14, 12:16, 14:17, 17:18, 18:20, 19:22, 22:23, 23:24. Strafwürfe: 6/6 – 2/2. Strafminuten: 6 – 8. Tore ESV: Weber 8/5, Peter 6/1, Bertuccini 3, Brockschmidt, Fuhrmann je 2, Vlachova, Albescu  je 1.

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