Bericht A-Juniorinnen vs. Kunstadt-Weidhausen

Weibliche A-Jugend schiebt sich mit Heimsieg auf Platz 4

Die neu formierte weibliche A-Jugend findet sich immer besser in der Landesliga Nord zurecht: Das Team musste vor Saisonbeginn nicht nur den Wechsel von Ausnahmetorhüterin Laura Kuske zum Thüringer HC verkraften, der Kader wurde auch durch die studien- oder verletzungsbedingte Abwesenheit von gleich mehreren Spielerinnen weiter dezimiert. Glücklicherweise stellte sich Feldspielerin Katharina Prückl als Torhüterin in den Dienst der Mannschaft und erweist sich auf ihrer neuen Position als echtes Naturtalent, das sich zum echten Rückhalt mausert.
Die von Bassem Fannia und Mirela Negrutiu-Chirila trainierten „Eisenbahnerinnen“ ließen sich auch von der 22:32-Auftaktniederlage gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer MTV Pfaffenhofen nicht aus der Spur bringen und konnten am 24. September das erste Auswärtsspiel beim HV Oberviechtach mit 30:28 für sich entscheiden. Der erste Erfolg verlieg dem Team sichtlich Selbstvertrauen und im zweiten Spiel auf eigenem Parkett gegen die SG Kunstadt-Weidhausen sollte der erste Heimsieg eingefahren werden.
Das Vorhaben wurde dadurch erschwert, dass Trainer Bassem nur auf sieben Feldspielerinnen zurückgreifen konnte – und das auch nur, weil mit Lara Becher und Maike Baur die Daueraushilfen aus der B-Jugend mit an Bord waren. Die beiden Younsgster, Lara (9/3) Tore und Maike (7), waren in der Endabrechnung sogar die erfolgreichsten Werferinnen ihrer Farben und agierten bärenstark.
In den Anfangsminuten der Begegnung nutzten die ESV-Mädels jedoch zunächst einige gute Möglichkeiten nicht und gerieten mit 5:7 in Rückstand. Im Anschluss verbesserte sich die Trefferquote deutlich und das Heimteam ging mit einer 15:14-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Oberpfälzerinnen von Beginn an, wer Herr im Haus ist. Nun trafen auch die Rückraumspielerinnen Pia Klenk und Emma Schürzinger gut und so konnte der ESV Tor um Tor wegziehen. Die Partie war ein Musterbeispiel dafür, dass es im Handball eigentlich egal ist, wer die Tore erzielt: Es müssen insgesamt nur mehr als die des Gegners sein.
Die Außenspielerinnen sorgten mit ihren Einläufen gegen die 3:2:1-Deckung der Gäste für die entscheidenden Freiräume für das Rückraum-Trio Becher, Schürzinger und Klenk. Auch die Deckung – ein Sonderlob des Trainers erhielt die unermüdliche Maria Handke – war nach Wiederanpfiff kaum zu überwinden und die gute Torhüterin Katharina Prückl trug unter anderem mit zwei gehaltenen Strafwürfen zum tollen Defensivverbund bei.
Trainer Bassem konnte die Belastung gut verteilen, da alle Spielerinnen eine tolle Leistung zeigten und leidenschaftlich kämpften. Am Ende gewannen die Regensburgerinnen verdient mit 31:24 und schoben sich auf Rang vier. Coach Bassem war stolz auf seine Rumpftruppe und lobte alle Spielerinnen für die gezeigte Leistung.
ESV 1927 Regensburg:
Tor: Katharina Prückl
Feld: Lara Becher 9/3, Maike Baur 7, Emma Schürzinger, Pia Klenk je 6, Natalie Dörfler 3, Maria Handke 1 sowie Tanja Kulig