B-Juniorinnen weiter Tabellenführer

B-Juniorinnen gewinnen Auswärtsfinale 2018 und bleiben Tabellenfüherer

Nachdem in der Trainingswoche nur die Hälfte des Teams zur Verfügung stand, meldeten sich vor dem Auswärtsspiel in Schleißheim mit Luzie Schürzinger und Mia König zwei Spielerinnen verletzungs- und krankheitsbedingt ab und die vage Hoffnung auf eine Genesung über Nacht hatte sich endgültig zerschlagen. Das machte die undankbare Aufgabe bei den Schleißheimerinnen noch schwieriger, denn die Regensburgerinnen mussten ohne gelernte Kreisläuferin antreten.

Ohne das geliebte Harz und auf rutschigem Geläuf startete der Tabellenführer aus der Oberpfalz trotzdem gut und führte nach etwas über fünf Minuten mit 4:1. Dann wurden aber einige Großchancen freistehend versiebt und auch die ESV-Deckung hatte Probleme mit den körperlich deutlich überlegenen Gastgeberinnen. Das letzte Aufgebot der Regensburgerinnen wurde durch eine Fingerverletzung von Shooterin Lea Röhrl zusätzlich gehandicapt.

Die Oberbayerinnen spielten sich in einen Rausch und führten nach etwas über 22 Minuten mit 14:9. Bis zur Pause konnten die Gäste noch verkürzen, Alina Just und die treffsichere Annalena Kessler stellten auf 11:14 aus Gästesicht. Der Halbzeitrückstand war nach sechs Siegen etwas völlig Neues, der Tenor in der Kabine lautete deshalb: Besser als Team verteidigen und in der Offensive mehr Zweikämpfe statt Rückraumwürfen suchen. Die ersten Minuten nach der Pause gehörten dann auch den Regensburgerinnen und vier Tore in Serie brachten die 15:14-Führung. Doch das sollte keine Ruhe ins Spiel bringen: Ohne Not warfen die Oberpfälzerinnen dann drei Bälle weg und Schleißheim zog durch vier Treffer am Stück auf 18:15 nach gut 36 Minuten davon. Auszeit Regensburg, die auch ihre Wirkung nicht verfehlte.

Die Abwehr samt Torhüterin Theresa Stahl war nun exzellent und Schleißheim sollte bis zur Schlusssirene nur noch ein Tor gelingen. Die letzten 9 (!) Minuten erlaubte die ESV-Hintermannschaft Schleißheim keinen einzigen Treffer – rekordverdächtig! Einen wichtigen Beitrag leistete dazu eingewechselte Nina Steinhart, die in der Deckung einen Abpraller sicherte und auch einen Ball klaute. Dadurch entwischten die Regensburgerinnen, die Schleißheim nur noch fünf Buden nach Wiederanpfiff erlaubten, letztendlich mit 21:19 und die Tabellenführung wurde verteidigt. Ein Sonderlob gab es für Annalena Kessler, die auf ungewohnter Abwehrposition und mit starker Trefferquote in der Offensive überzeugte, und Lea Röhrl, die sich durchgebissen und die entscheidenden Treffer erzielt hatte.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Stahl, Preissler (n.e.), Aslanca (n.e.) Feld: Kessler 8/2, Röhrl, Just je 5, Peter 2/1, Herrmann 1 sowie Steinhart, Höllriegl und Chiara Faltermeier (n.e.)

Fazit: Wir hatten nicht viel zu gewinnen und Luzie hat uns an allen Ecken und Enden gefehlt. Die Bedingungen waren extrem schwierig und der Gegner hat in der ersten Hälfte auch stark gespielt. Insgesamt waren wir heute zu weit von unserem Leistungsvermögen entfernt, einige Spielerinnen waren nicht sie selbst. Wir haben den Gegner durch viel zu viele unnötige Ballverluste und vergebene Großchancen selbst stark gemacht. Der Wille, den das Team aber gerade in der Schlussphase gezeigt hat, war einfach überragend und neun Minuten ohne Gegentor sind erstklassig. Großes Danke schön an die Spielerinnen auf der Bank für die tolle Stimmung!

Die Tabellenführung – fünf der sieben Siege wurden auswärts geholt – können wir noch mindestens eine Woche genießen und uns gleichzeitig auf vier Heimspiele (drei davon noch im Dezember!) in Serie freuen. Die nächste Begegnung findet am 9. Dezember um 14.30 Uhr auf eigenem Parkett im ESV-Bunker statt: Gegner ist der ostbayerische Dauerrivale HC Erlangen, gegen den die ESV-Juniorinnen bereits in der Quali gespielt haben und den Erfolg von damals gerne wiederholen würden.

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