Artikel zum Saisonvorbereitung [MZ]

ESV 1927 zieht es in die 2. Liga

von Gerd Winkler, MZ

Nach dem Drittliga-Vizetitel und drei Neuen ist der Weg vorgegeben. Der Hauptsponsor verlängert, die Bunker-Sanierung läuft

Donner, Blitz und Starkregen: Unter denkbar schlechten Vorzeichen schien die obligatorische Juli-Pressekonferenz der Handballfrauen von Drittligist ESV 1927 Regensburg zu stehen. Minuten vor dem Beginn in den Räumlichkeiten von Hauptsponsor Schneider Electric sorgte die Wetterberuhigung doch für ein gutes Omen. Unter dem Motto „Rückblick, Einblick, Ausblick“ ging die von Pressesprecher Robert Torunsky moderierte 21-minütige Veranstaltung über die Bühne. Vorab: Nach der Vizemeisterschaft im Mai, dem größten Erfolg seit dem Zweitliga-Aufstieg 2004, propagierten die Verantwortlichen der Eisenbahner nun das Ziel Meisterschaft.

Beim Blick zurück war Abteilungsleiter Dieter Müller angetan vom „Ergebnis: Wir wollten in der Spitzengruppe mitspielen, das haben wir geschafft“. Hinter dem souveränen Meister HSG Freiburg, den der ESV zwei von drei Niederlagen beifügte, distanzierten Franzi Peter & Co. im eng beieinanderliegenden Verfolgerfeld den HCD Gröbenzell, den SV Allensbach sowie dem Unterbau des Bundesliga-Dritten TuS Metzingen. Coach Ingo Gömmel befand, dass „der vor einem Jahr eingeschlagene Weg“ Früchte trug: „Wir wollten schneller spielen, wir wollten mehr Gegenstöße spielen. Das haben wir ganz ordentlich hingekriegt“. Luft nach oben habe die Mannschaft beim Abwehrverhalten, darauf müsse man sich jetzt konzentrieren.

Zu mehr Kompaktheit am eigenen Kreis sollen die Neuzugänge Amelie Bayerl (21 Jahre) und Isabel Toth (19) sowie Rückkehrerin Julia Drachsler (20) beitragen. Die beiden Letztgenannten wurden bei der Pressekonferenz vorgestellt, währenddessen Bayerl, Typ Spielmacherin, für die deutsche Nationalmannschaft bei der Beach-Europameisterschaft in Polen im Einsatz weilte. Toth, die von Drittliga-Schlusslicht HSG Würm-Mitte an die Donau wechselte, berichtete, dass der Verein bzw. die „sehr freundliche Mannschaft“ mit viel Verletzungspech zu kämpfen hatte: „Wir haben alles für den Klassenerhalt gegeben, letztlich sind wir mit dem Abstieg schon klar gekommen“. Nach einem Jahr beim Ost-Drittligisten TS Herzogenaurach kehrte die künftig in Regensburg studierende Drachsler zurück. „Der Handball war körperbetonter, die Mannschaften spielen offensiver in der Abwehr und das Leistungsgefälle innerhalb der Liga war größer“, verglich die Kreisläuferin den Unterschied der beiden Staffeln. Nach dem Karriereende der 37-jährigen Rechtsaußen Mirela Negrutiu-Chirila beträgt das Durchschnittsalter des 16er-Kaders nun knapp 21 Jahre.

Cheftrainer Stefan von Frankenberg kündigte an, dass „wir natürlich ganz vorne angreifen wollen“. Um dann auf die Euphoriebremse zu treten: „Das bedeutet nicht, dass mit den drei Neuen der Aufstieg automatisch sicher ist“. Außerdem würde die Konkurrenz nicht schlafen, gerade der Vorjahresvierte Allensbach habe sich verstärkt. Der Aufstieg sei nicht planbar, das müsse einfach innerhalb der Saison reifen. Wichtig sei, dass die Mannschaft weiter so mitziehe. Optimistisch stimmt die erste Trainingswoche: „Die Lust ist wieder da, die Mädels sind gut drauf“.

Frohe Kunde vermeldete Abteilungsleiter Müller („das gibt uns finanzielle Sicherheit“) vom Gastgeber: Hauptsponsor Schneider Electric verlängerte sein Engagement um drei Jahre. Zum Stand der Hallensanierung sagte der 70-Jährige: („Mister ESV Handball“, Torunsky): „Die Heizung ist eingebaut, jetzt wird an der Elektrik und der Beleuchtung in im Bunker gearbeitet.

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