Abschlussbericht aus Celje

Deutsche Juniorinnen beenden EM auf Rang 5

 

Celje/Slowenien. Die deutschen Juniorinnen beendeten am Sonntag die Handball-Europameisterschaft der U19 nach dem Verpassen des Halbfinals in der Hauptrunde mit dem bestmöglichen Ergebnis: Das Team des Trainergespanns Marielle Bohm/Jens Pfänder besiegte die Niederlande mit 27:26(11:16) und sicherte sich damit Rang fünf unter den 16 Teams der EM-Endrunde.

Das Spiel um Platz fünf hatte die DHB-Auswahl am Freitag durch einen 31:28(10:13, 23:23)-Sieg nach Verlängerung über Norwegen erreicht. Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerten sich die Talente der Jahrgänge 1998 und 1999 merklich und erzwangen die Extra-Spielzeit von zweimal fünf Minuten. Angetrieben von der in der Offensive überragenden Julia Maidhof (zwölf Tore) liefen die deutschen Mädchen im zweiten Durchgang der Verlängerung auch in der Deckung zu Hochform auf und gestatteten Norwegen keinen einzigen Treffer mehr. Die Regensburgerin Franziska Peter, die aufgrund der starken Vorstellung ihrer Positionskollegin Maidhof nur im ersten Durchgang eingesetzt wurde, konnte kein Tor erzielen, verbuchte aber einige wichtige Assists.

Auch im letzten Spiel des zwölftägigen Turniers lieferte Deutschland die schon traditionell schwache erste Hälfte ab und sah beim 11:16-Halbzeitstand wie der sichere Verlierer aus. Erneut kämpfte sich das Team aber zurück und sicherte sich nach einer Parade der wieder einmal glänzend aufgelegten Torhüterin Sarah Wachter am Ende sogar noch den glücklichen, aber nicht unverdienten 27:26-Erfolg. Franzi Peter vom ESV 1927, die in den sieben Spielen des Turniers zweimal zur besten Spielerin ihrer Farben gewählt wurde, half in den Schlussminuten mit ihrer Erfahrung in Abwehr und Angriff mit, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.  Trainer Marielle Bohm resümierte: „Meine Mannschaft hat sich während des Turniers sehr gut entwickelt und gerade die letzten beiden Auftritte gegen Norwegen und heute gegen die Niederlande machen mich stolz.“ Ihr Kollege Jens Pfänder wertete „Platz fünf als „absolutes Top-Ergebnis“. Den Europameisterschaftstitel sicherte sich erwartungsgemäß Frankreich, gegen das Deutschland in der Vorrunde äußerst unglücklich mit 23:24 unterlegen war, im Endspiel in der Zlatorog Arena in Celje mit  einem klaren 31:26(18:15)-Erfolg über Russland. Rang drei ging an Titelverteidiger Dänemark, der Ungarn mit 28:26 in die Knie gezwungen hatte.

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