66 Tore!!!

20-Tore nach der Pause sichern weiblicher C 33:33-Remis gegen Bergtheim

Am Sonntagnachmittag starteten die weibliche C-Juniorinnen in die Saison 2018/2019. Die Vorbereitung verlief nicht plangemäß, wurde aber vor Wochenfrist mit einer starken Leistung und dem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Forchheim mit einem Erfolgserlebnis beendet. Gegner Bergtheim hatte da bereits das erste Saisonspiel in der Landesliga Nord absolviert und den HC Forchheim deutlich mit 31:22 in die Schranken verwiesen.

Dass dies kein Zufall war, war schon beim Aufwärmen der Unterfränkinnen zu sehen, die körperlich sehr stark waren. Beim ESV fehlte mit Linkshänderin Laura Kögel ausgerechnet die körperlich stärkste Spielerin, dafür meldete sich aber Kreisläuferin Leonie Herold rechtzeitig fit. Bergtheims sehr athletische Halblinks Melissa Hummel powerte sich dann gleich mal durch die vorgeschriebene offensive Deckung der Regensburgerinnen zum 0:1, das Mia König aber postwendend egalisierte.

In der Folgezeit brachten sich die Oberpfälzerinnen durch unnötige Ballverluste selbst um weitere Torerfolge und zusätzlich defensiv in die Bredouille. Drei Tore in Serie sorgten für Bergtheims 6:2-Führung und Interimscoach Robert Torunsky musste die ESV-Mädchen schon in der neunten Minute zur Auszeit bitten. In der Folgezeit lief es offensiv auch deutlich besser, doch defensiv war Regensburg zu selten in der Lage, den HSV zu stoppen. Der 13:20-Pausenstand war dann eine riesige Hypothek, doch im Handball ist bekanntlich Vieles möglich – und das sollte sich auch diesmal bewahrheiten.

Die Abwehrumstellung nach Wiederanpfiff fruchtete und offensiv waren die quirligen Rückraumspieler Julia Herrmann und Mia König kaum zu stoppen. Auch Sara Assigno war von drei Positionen erfolgreich und leistete ebenso einen wichtigen Beitrag zur Aufholjagd wie Giorgia Di Matteo, die in der Defensive Schwerstarbeit gegen Melissa Hummel zu verrichten hatte. Ein großer Faktor war auch die Hereinnahme von D-Jugend-Keeperin Rebecca Wanek, die einige Würfe entschärfen konnte.

Bergtheim geriet immer mehr unter Druck und machte so den ein oder anderen Fehler mehr als in Halbzeit eins. Als Regensburg acht Minuten vor dem Ende beim Stande von 27:28 gleich zwei Großchancen vergab und statt des Ausgleichs auch noch in den Gegenkonter samt 27:29 lief, schien das sensationelle Aufbäumen des ESV ein jähes Ende zu finden. Aber mitnichten: Nach Ballgewinnen und drei Treffern in Serie führten die „Eisenbahnerinnen“ sogar mit 30:29. In der nervenzerreißenden Schlussphase holte sich Bergtheim die Führung zurück, doch Regensburg war im finalen Angriff nur mit Foul zu stoppen. Mia König verwandelte nervenstark und der letzte Wurf Bergtheims blieb im Block hängen.

Unter dem Strich ein leistungsgerechtes Unentschieden, da beide Teams jeweils eine Hälfte dominierten. Das torreiche Spiel war Werbung für den Mädchenhandball und die Zuschauer bekamen sehr viel für den freien Eintritt geboten. Fazit: Ballverluste und Abwehrleistung waren nicht das, was die Mannschaft kann. Die Moral und die geniale zweite Hälfte mit 20 Toren gegen diesen starken Gegner waren überragend. Großes Kompliment an die ganze Mannschaft, die sich den Punkt gemeinsam erarbeitet hat. Ein Sonderlob an Mia und Julia, die extrem viel Verantwortung übernommen haben und trotz mannschaftsdienlicher Spielweise zusammen 23 Tore erzielt haben. Abschließend bleibt zu hoffen, dass sich für die talentierte und motivierte Mannschaft bald ein fester Trainer/Trainerin findet.

ESV 1927 Regensburg:

Tor: Rebecca Wanek, Felicia Blabl

Feld: Mia König 13/3, Julia Herrmann 10, Sara Assigno 6, Pauline Stumpf, Giorgia Di Matteo je 2 sowie Leonie Herold, Fanni Schürzinger und Tanja Steiner.

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