Spielbericht Damen II

ESV 1927 Regensburg II teilt sich mit dem TSV Winkelhaid beim 26:26 (15:14) die Punkte

Unter ganz schlechten Voraussetzungen, gingen die Damen 2 des ESV 27 Regensburg in die Begegnung gegen den alten Rivalen aus vergangenen Bayernligazeiten den TSV Winkelhaid. Als wenn die Verletztenliste des ESV nicht schon lange genug wäre, kamen nach dem Heimspiel gegen den TSV Lichtenau zu den vier bekannten Gesichtern auch noch Lea Kunz (Kreuzbandriss) und Jasmin (Mogli) Ellwanger (beruflich verhindert) mit hinzu.

Julia Sommerer deren Einsatz nach einem Außenbandabriss im rechten Sprunggelenk ebenfalls mehr als fraglich war, biss auf die Zähne und stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Dankenswerter Weise stellten sich mit Anja Bräu, Sophia Vehlow und Lisa Rüsing zwei Feldspielerinnen und eine Torhüterin aus den Damen 3 kurzfristig zu Verfügung, um der Stammformation die ein oder andere Verschnaufpause während  des Spiels ermöglichen zu können.

Wie bereits im Hinspiel entwickelte sich eine hart umkämpfte aber zu keinem Zeitpunkt unfaire Partie, die je länger das Spiel dauerte von vielen technischen Fehlern geprägt war. Zunächst fanden die Gastgeberinnen besser ins Spiel und führten bis Mitte der ersten Halbzeit durchwegs mit ein, zwei Toren.

Die Garanten für den knappen Vorsprung waren bis dahin Patty Tillack, Kerstin Wyrwoll, Nina Peter und Katja Goldbach. Doch abschütteln ließen sich die Gäste aus Winkelhaid nicht. Ab Mitte des ersten Spielabschnittes verlagerte sich die Führung auf die Gästeseite. Jetzt liefen plötzlich die Eisenbahnerinnen immer einem Rückstand hinterher.

Aber auch den Gästen gelang es nicht die ESV’lerinnen mehr als ein oder zwei Tore abzuhängen. Dass der ESV 27 dann doch noch mit einer ein Tore Führung in die Pause gehen konnte, war der Routine von Katja Goldbach zu verdanken, die zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff zur 15:14 Führung einnetzte. In der Halbzeitpause wurden die offensichtlichen Fehler, die vor allem im Deckungsverhalten ausgemacht werden konnten, vom Trainergespann Croitoru/Sommerer angesprochen. Vor allem die fehlende Unterstützung der Nebenspielerin im Abwehrverbund beim Spiel Eins gegen Eins war konkretes Thema während des Seitenwechsels.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Eisenbahnerinnen ihre knappe Führung bis weit in die 2. Hälfte hinein behaupten, aber wie gesagt abschütteln konnte man den Gegner dennoch nicht. Viel zu viele Fehler im eigenen Spielaufbau, gepaart mit dem nach wie vor nicht aggressiv genug praktizierten Abwehrverhalten, hielten die Gäste weiter im Spiel. Dazu kam an diesem Tag das Wurfpech, dass die ESV-Spielerinnen praktisch für sich gepachtet hatten. Alleine Julia Sommerer brachte es auf gut und gerne sieben oder acht Posten- und Lattentreffer.

In der 53. Spielminute gelang den Gästen durch Susanne Spychala erneut der Ausgleich zum 23:23 und wenige Minuten später sorgte selbige Spielerin für erste Führung des TSV im zweiten Abschnitt. Jetzt da nur noch wenige Minuten zu spielen war, war die Spannung praktisch greifbar.

Jeder Fehler im Spielaufbau, jede vergebene Torchance könnte jetzt die Entscheidung zu Gunsten der Heimsieben bzw. der Gäste bringen. Nervenstark erwiesen sich in dieser spielentscheidenden Phase die Routiniers des ESV, Katja Goldbach und Kerstin Wyrwoll.

Beide sorgten mit feinen Einzelleistungen für den Ausgleich zum 24:24 bzw. 25:25. Geschwächt durch eine nicht ganz unumstrittene 2 Minuten Zeitstrafe an Nina Peter gelang den Gästen knapp 1 ½ Minuten vor Ende die neuerliche Führung zum 25:26.

Doch der ESV ließ sich dadurch nicht beirren und schlug gerade einmal 25 Sekunden später erneut zurück. Dabei netzte Julia Sommerer einen riskanten Pass von Kerstin Wyrwoll von der linken Außenbahn ein. Noch waren 50 Sekunden zu spielen, Winkelhaid vergab seine letzte Möglichkeit und der ESV kam wenige Sekunden vor Ende der Begegnung noch einmal in Ballbesitz. Doch die Chance auf den Sieg verpuffte durch ein missglücktes Anspiel. So blieb es letztendlich beim leistungsgerechten 26:26 Unentschieden der beiden Ex-Bayernligisten.

Fazit:

Wenn mir vor dem Spiel einer gesagt hätte, dass wir heute mit all unseren Ausfällen gegen den TSV Winkelhaid ein Unentschieden einfahren, hätte ich das sofort unterschrieben. Jetzt nach dem Spiel muss ich sagen, dass heute durchaus ein Sieg drin gewesen wäre und wir beide Punkte hätten einfahren müssen.

Gefühlt haben wir zehn, zwölf Latten- und Pfostentreffer und noch etliche 100%ige liegen lassen. Gut, zum Schluss hätten wir das Spiel auch verlieren können.

Aus meiner Sicht ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden, die Partie hatte nun wirklich keinen Sieger verdient und das, glaube ich, sehen die Verantwortlichen aus Winkelhaid genauso. Nächste Woche spielen wir auswärts gegen die HSG Pleichach.

Bin gespannt mit welcher Aufstellung wir dort antreten können. Ich hoffe, dass wir dann auf die Unterstützung unserer A-Jugendlichen zurückgreifen können, die an diesem Samstag aufgrund der BOL-Quali, nicht haben spielen können.

 Aufstellung mit Toren:

Lisa Rüsing und Andrea Poschenrieder (beide Tor), Nina Peter (4), Kerstin Wyrwoll (4), Julia Sommerer (5/4), Katja Goldbach (7), Conny Tillack, Patty Tillack (5), Sophia Vehlow, Anja Bräu, Barbara Hagl und Stefanie Wörl (1)

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