30 Tore reichen nicht

ESV verliert Wettballern in Möglingen

3. Liga Süd:TV Möglingen : ESV 1927 Regensburg 38:30(20:20)

„Zum Handball gehört Körperkontakt und Kampf. Und wenn wir das nicht haben, dann gewinnen wir auch nicht, denn so gut sind wir einfach nicht“, kommentierte ESV-Trainer Stefan von Frankenberg die „auch in der Höhe verdiente“ 30:38(20:20)-Auswärtsniederlage am Sonntagabend beim TV Möglingen.

Die beiden Punkte hätten nach Ansicht des Regensburger Übungsleiters aber gut und gerne auch nach Regensburg wandern können: „30 Tore müssen auswärts einfach auch mal reichen. Vorne haben wir es phasenweise gar nicht schlecht gemacht, aber hinten war es fast über 60 Minuten ohne Körperkontakt und ohne Einstellung“, motzte von Frankenberg über die Abwehrdefizite.

Die erste Hälfte war offensiv – vor allem wenn man die ersten zehn Minuten und die 8:5-Führung der Gastgeberinnen rausrechnet – fast sensationell. Den Oberpfälzerinnen gelangen bis zur Pause stolze 20 Treffer – und das ohne die verletzten Nationalspielerinnen Franzi Peter und Anna Fuhrmann. In der Pause prangerte Coach von Frankenberg die Versäumnisse in der Abwehr an:

Sein Team wollte es nach Wiederanpfiff auch besser sein und aggressiver verteidigen, doch der Schuss ging nach hinten los. „Teilweise waren wir dann zu übermotiviert und haben blöd hingelangt, sodass wir aufgrund von Zeitstrafen etliche Minuten in Unterzahl spielen mussten.“ Möglingen nutzte dies geschickt und konnte sich nach rund 45 Minuten auf sieben Tore absetzen (33:26).

„Wir konnten dann zwar noch einmal verkürzen, aber als es zählte, haben wir dann einfach auch zu viel verworfen.“ Nur zehn Treffer in Durchgang zwei waren dann zu wenig, um die Niederlage zu verhindern. „Ich bin sehr enttäuscht von der Leistung, denn wir hätten nicht nur dem Klassenerhalt ein gutes Stück näherkommen, sondern aufgrund des Restprogramms vielleicht sogar noch oben ranschnuppern können“, lautete von Frankenbergs

Fazit. Auffälligste Regensburgerinnen waren Laura Brockschmidt (8 Feldtore) und Andrea Vlachova (7), die jeweils Pflichtspielbestmarken für den ESV verbuchen konnten.

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