U19-Weltmeisterschaft

Nils Lichtlein mit Deutschland bei U19-WM vorzeitig im Achtelfinale

Skopje/Nordmazedonien. Nils Lichtlein (Füchse Berlin) ist mit der Deutschen Handballnationalmannschaft bei der U19-Weltmeisterschaft in Nordmazedonien erfolgreich. Der gebürtige Regensburger, der das Handballspielen beim ESV 1927 erlernte, stand in allen der bislang vier absolvierten Partien in der Startformation – und das obwohl der Linkshänder erst am 31. Juli seinen 17. Geburtstag gefeiert hatte.

Die WM-Auftaktpartie am Dienstag gegen Portugal, in der Lichtlein zwei Treffer markierte, war denkbar schlecht verlaufen und Deutschland hatte sich den aufstrebenden Südeuropäern mit 26:33 geschlagen geben müssen. Am nächsten Tag steigerte sich die DHB-Auswahl enorm.

Der erste Durchgang (15:10) war lange umkämpft, nach Wiederanpfiff sorgten eine grandiose Abwehrleistung und die daraus resultierenden vielen einfachen Gegenstoßtreffer für einen 36:15-Erfolg über die Nordafrikaner. „Wichtig war, dass wir auch in der zweiten Hälfte nicht nachgelassen haben und deshalb konnten wir diesen deutlichen Sieg einfahren“, so der vierfache Torschütze Lichtlein. Das Küken im DHB-Team wurde als Belohnung für seine starke persönliche Leistung von den Delegierten als bester Spieler der Partie ausgezeichnet.

Nach einem Ruhetag wartete dann am Freitag das Kräftemessen mit Serbien. Hier führte das Team von Bundestrainer Erik Wudtke von Beginn an und brachte auch ohne Lichtlein-Tore einen souveränen 30:22(16:11)-Sieg über die Ziellinie. 27 Stunden später war Brasilien der nächste Gegner: Die mangelhafte Chancenverwertung sorgte zu Beginn für einen 7:9-Rückstand, zur Pause hatte sich die DHB-Auswahl einen 13:11-Vorsprung erkämpft und Lichtlein einen Treffer beigesteuert.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Deutschland steigern und gewann sicher mit 28:22. Damit erreichte Deutschland bereits vor dem letzten Vorrundenspiel am Montag gegen Island vorzeitig das Achtelfinale. Bundestrainer Wudtke fordert einen weiteren Sieg gegen die punktgleichen Nordeuropäer (6:2), um die bestmögliche Ausgangslage für die die Runde der letzten 16 zu erlangen.

Weiter so, Nils, wir sind stolz auf Dich und drücken alle Daumen!

Foto: WCH2019 / Filip Viranovski